Urlaubsregion Kappadokien: Touristen sterben bei Ballon-Absturz in der Türkei

Nach einem Zusammenstoß in etwa 300 Metern Höhe ist in der türkischen Urlaubsregion Kappadokien ein Heißluftballon abgestürzt. Dabei kamen zwei Touristen ums Leben, 23 weitere Menschen wurden verletzt. An Bord waren vor allem Urlauber aus Brasilien, Argentinien und Spanien.

AP/ E. Wayne Ross

Istanbul - Beim Absturz eines Heißluftballons in der Türkei sind zwei Touristen in den Tod gerissen worden. 23 weitere Menschen wurden verletzt, 8 von ihnen schwer, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde berichtete. Mit dem Ballon seien vor allem Urlauber aus Brasilien, Argentinien und Spanien gefahren. Die Toten stammen Behördenangaben zufolge aus Brasilien.

Der Heißluftballon war über der zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Region Kappadokien in etwa 300 Metern Höhe mit einem anderen Ballon zusammengestoßen. Die Fahrten sind in der Gegend eine beliebte Attraktion für Urlauber, die den Blick auf Höhlenklöster und gewaltige Felsformationen erleben wollen.

"Der niedriger fliegende Ballon stürzte schnell ab"

Der örtliche Gouverneur Abdurrahman Savas sagte, der Heißluftballon sei mit dem Korb eines über ihm fliegenden Ballons zusammengestoßen. "Der niedriger fliegende Ballon wurde beschädigt und stürzte schnell ab", sagte Savas, der sich auf Augenzeugen berief. Die meisten Verletzten hätten Knochenbrüche erlitten. Dem Fernsehsender NTV zufolge war der Ballon am frühen Morgen in Göreme gestartet.

Fotostrecke

4  Bilder
Nach Kollision: Zwei Tote bei Heißluftballon-Absturz
Ein Augenzeuge berichtete später der Nachrichtenagentur AP, der Unfall habe sich etwa eine Dreiviertelstunde ereignet, nachdem rund 100 Heißluftballons für die Rundfahrt am frühen Morgen gestartet waren. "Wir konnten die Gespräche über Funk hören", sagte der US-Amerikaner, der das Unglück von einem anderen Ballon aus verfolgt hatte. "Wir wussten gleich, dass da etwas nicht stimmt. Jemand rief: Benutzt euren Fallschirm! Benutzt euren Fallschirm!"

Bereits vor vier Jahren hatte es in Kappadokien einen ähnlichen Unfall gegeben. Damals war beim Zusammenstoß zweier Ballons ein Brite ums Leben gekommen. In Ägypten starben im Februar beim Absturz eines Heißluftballons 19 Menschen. Der Ballon war bei Luxor in der Luft in Brand geraten.

Weiterer Vorfall in Norddeutschland glimpflich abgelaufen

Glimpflicher verlief ein Vorfall in Schleswig-Holstein am Vortag. Dort musste ein Heißluftballon auf einem See notwassern. Wie die Polizei am Montag mitteilte, blieben die neun Insassen bei dem Manöver am Sonntagabend auf dem Suhrer See bei Plön unverletzt.

Windstille sei dem Ballonfahrer zum Verhängnis geworden, erläuterte die Polizei. Er habe sein ganzes Gas aufgebraucht, ohne vom Fleck zu kommen. Deswegen sei das Fahrzeug langsam auf den See gesunken. Zuvor habe das Bodenpersonal der Ballonmannschaft die Polizei alarmiert, so dass ein Boot die unfreiwillig gewasserten Ballonfahrer sofort aufnehmen konnte.

rls/DPA/AFP/AP

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles zum Thema Türkei
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite