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Überraschende Klarstellung: "Hello Kitty ist keine Katze"

Hello-Kitty-Stofffiguren in Berlin: Keine Katze? Zur Großansicht
DPA

Hello-Kitty-Stofffiguren in Berlin: Keine Katze?

Sie heißt wie ein Kätzchen, sieht aus wie eines - ist aber keines. Der japanische Hersteller der Kultfigur Hello Kitty überrascht mit einer Klarstellung: "Sie ist ein kleines Mädchen."

Tokio - Um die japanische Kultfigur Hello Kitty ist ein Riesenwirbel entstanden. Ist sie etwa gar keine Katze? Mit ihrem Schleifchen am Scheitel und pinkfarbenen Kleidern ist Hello Kitty - zu Deutsch "Hallo Kätzchen" - vielen Mädchen und Erwachsenen als niedliches Kätzchen ohne Mund lieb und teuer. Jahr für Jahr spült sie dem japanischen Sanrio-Konzern Milliarden in die Kassen.

Jetzt überraschte die Firma viele Kunden jedoch mit einer Klarstellung: Hello Kitty sehe zwar aus wie eine Katze - sei aber keine, schrieb Sanrio einer Anthropologin aus den USA. Christine Yano von der Universität Hawaii hatte die Firma angeschrieben, um ihre Texte zu einer Ausstellung anlässlich des 40. Geburtstags der Figur auf mögliche Fehler überprüfen zu lassen, sagte Yano der "Los Angeles Times". In der Antwort habe Sanrio dann "sehr entschieden" betont, dass die weiße Figur mit den Katzenohren und Schnurrbarthärchen keineswegs eine Katze sei.

Laut Hersteller soll die Figur, die weltweit unzählige Gegenstände und Kleidungsstücke ziert, ein menschliches Wesen darstellen: "Hello Kitty ist keine Katze. Sie ist eine Comicfigur. Sie ist ein kleines Mädchen", lautete die Antwort an die Anthropologin, die sich auf den Inbegriff des japanischen Wortes "kawaii" ("niedlich") spezialisiert hat. "Sie ist eine Freundin. Aber sie ist keine Katze. Sie wurde nie auf vier Beinen gesehen. Sie läuft und sitzt wie ein zweibeiniges Wesen."

Kitty hat eine Katze als Haustier

Ein Sanrio-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, zwar habe das Design das Katzenmotiv aufgegriffen. Aber nichts in der Szenerie rund um die Figur deute auf eine Katze hin. Die Figur heiße Kitty White, sei am 1. November 1974 in Südengland geboren, Sternzeichen Skorpion. Sie habe eine Zwillingsschwester namens Minny White und wohne in einem ungenannten Vorort von London. Kitty habe allerdings eine Katze als Haustier: Charmmy Kitty.

Mittlerweile gibt es Produkte für Kunden jeden Alters: von Kleidern, Spielzeug, Schreibwaren, Toastern, Parfum, Schmuck bis hin zu Computern und Handys. In Japan betreibt Sanrio Hello-Kitty-Erlebnisparks, in Taiwan soll es sogar eine Geburtsklinik geben, in der Frauen umgeben von Hello-Kitty-Figuren entbinden.

Als Neuigkeit wollte der Firmensprecher die Nachricht, Hello Kitty sei keine Katze, nicht sehen: "Ich denke nicht, dass irgendjemand in Japan davon überrascht war", kommentierte er erstaunte Reaktionen.

wit/AFP/dpa

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insgesamt 24 Beiträge
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1.
jockel37 28.08.2014
...diese Meldung beunruhigt mich.
2.
diavid 28.08.2014
Mein ganzes Weltbild bricht gerade in sich zusammen.
3. Herzlichen Glückwunsch Frau Yano,
ellereller 28.08.2014
das ist doch wirklich mal eine interessante anthropologische Frage: Warum halten die Japaner die Zweibeinigkeit für ein hinreichendes Kriterium für Menschqualität, demgegenüber dreieckige aufrechte Ohren und Schnurrbarthaare bei kleinen Mädchen als bloße Designfragen gelten. Halten die Japaner Mickey Mouse und Teddybären auch eindeutig für Menschen?
4. Demnächst wird Disney
achje 28.08.2014
verlautbaren lassen, dass Micky gar keine Maus ist. Er ist Privatdetektiv mit Mauseohren, sein bester Freund ist ein anthropomorpher Hund, der wiederum einen vierbeinigen Hund sein eigen nennt. Japan war halt schon immer etwas, öhm, anders.
5. Wenn das bekannt wird...
lemmy01 28.08.2014
Wenn das bekannt wird, das Hello Kitty keine Katze ist, dann werden aber die Umsätze so etwas von einbrechen...
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