Hessen: Mehrere Tote bei Flugzeug-Zusammenstoß

Zwei Kleinflugzeuge sind nahe Frankfurt am Main in der Luft zusammengestoßen und anschließend abgestürzt. Bei dem Unglück starben acht Menschen, darunter vier Kinder. Die Ursache für die Kollision war zunächst unklar.

Unglücksort: Trümmer eines Kleinflugzeugs auf einem Feld nahe Wölfersheim in Hessen Zur Großansicht
dapd

Unglücksort: Trümmer eines Kleinflugzeugs auf einem Feld nahe Wölfersheim in Hessen

Wölfersheim/Gießen - Ein Wrack liegt zerschellt auf einem verschneiten Acker, das andere einige hundert Meter weit entfernt; die Trümmerteile sind auf dem ganzen Feld verstreut. Die umliegende Bundesstraße ist weiträumig abgesperrt. Blaulichter zeigen schon von weitem, dass hier ein Unglück geschehen ist.

Acht Menschen sind bei einem Flugzeugabsturz in Hessen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei sind unter den Toten auch vier Kinder. Wie die Leitfunkstelle in Frankfurt mitteilte waren die beiden Maschinen in der Luft zusammengestoßen und dann abgestürzt.

Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Gießener Polizei am Samstag rund 30 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main nahe der Gemeinde Wölfersheim. Wie es zu der Kollision der beiden Maschinen kam, war zunächst unklar. Als sich der Unfall gegen 16.15 Uhr ereignete, setzte gerade die Dämmerung ein. Die Sicht sei jedoch klar gewesen, sagte Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann.

Die beiden Maschinen stürzten in ein Feld in der Nähe des Ortsteils Melbach. Es war zunächst nicht klar, woher die Maschinen kamen, um welchen Flugzeugtyp es sich handelt und welche der Opfer in welcher Maschine unterwegs waren. Nach Angaben der Leitfunkstelle in Frankfurt waren die beiden Maschinen in der Luft zusammengestoßen und dann abgestürzt.

Nur wenige Kilometer von der Absturzstelle entfernt liegt der Flugplatz Reichelsheim, der vor allem von Geschäfts- und Freizeitmaschinen angeflogen wird. Dort ist auch der Rettungshubschrauber des Luftrettungszentrums Hessen stationiert. Dieser wurde von der Leitfunkstelle Frankfurt alarmiert, für die Opfer kam aber jede Hilfe zu spät. Ob die Flugzeuge nach Reichelsheim unterwegs waren oder von dort gestartet sind, ist bislang unklar.

Dem Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold, ist die Erschütterung anzusehen, als er am Unglücksort eintrifft. "Es ist erschreckend. Es ist ein schreckliches Bild, das sich den Einsatzkräften bietet." Deshalb seien auch Seelsorger im Einsatz, um den Helfern psychologische Untestützung anzubieten.

Erst im März war in der Nähe des südhessischen Flugplatzes Egelsbach ein Flugzeug abgestürzt. Auch dieser wird hauptsächlich von kleineren Maschinen angeflogen. Dabei waren drei Männer und zwei Frauen gestorben.

mmq/dpa/dapd

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1. optional
alexvess 08.12.2012
Was ist da zu diskutieren das ist einfach nur Schrecklich
2.
Hans58 09.12.2012
Zitat von alexvessWas ist da zu diskutieren das ist einfach nur Schrecklich
Es ist schrecklich, ja. Aber es sieht ja schon so aus, als sei die Unfallursache klar, nur sie wird verschwiegen. Ich zitiere aus dem Artikel, über den hier diskutiert wird: "Die Ursache für die Kollision *war* zunächst unklar." Als ist die Ursache wohl jetzt klar.
3.
niska 09.12.2012
Zitat von alexvessWas ist da zu diskutieren das ist einfach nur Schrecklich
Sie haben recht. Aber ob es so gut ist nichtmal zu wissen wohin oder woher die Maschienen wollten? Für eine funktionierende Luftsicherheit sollte der Luftraum auch bei Kleinmaschienen ausreichend überwacht werden. Start und Zielort vom Piloten bekannt gegeben werden. Vor allem bei herbstlich, winterlichen Bedingungen kann man nicht immer auf Sicht fliegen und mit Cockpitinfos scheinen viele Hobbypiloten schlicht überfordert. Sind Abstandswarner mittlerweile wenigstens Vorschrift bei Kleinflugzeugen?
4. Und?
Der_zu_spät_geborene 09.12.2012
"Erst im März war in der Nähe des südhessischen Flugplatzes Egelsbach ein Flugzeug abgestürzt. Auch dieser wird hauptsächlich von kleineren Maschinen angeflogen. Dabei waren drei Männer und zwei Frauen gestorben." Wieviele Menschen sind in der Zeit in hessen an Autounfällen gestorben? War der Herr Landrat da auch erschüttert?
5.
Hans58 09.12.2012
Zitat von niskaSie haben recht. Aber ob es so gut ist nichtmal zu wissen wohin oder woher die Maschienen wollten? Für eine funktionierende Luftsicherheit sollte der Luftraum auch bei Kleinmaschienen ausreichend überwacht werden. Start und Zielort vom Piloten bekannt gegeben werden. Vor allem bei herbstlich, winterlichen Bedingungen kann man nicht immer auf Sicht fliegen und mit Cockpitinfos scheinen viele Hobbypiloten schlicht überfordert. Sind Abstandswarner mittlerweile wenigstens Vorschrift bei Kleinflugzeugen?
Das Thema hat mit Luftsicherheit nichts zu tun, Sie meinen sicherlich Flugsicherheit. Vermutung, ob die beiden Maschinen a) in einem kontrollierten Luftraum sich bewegten b) dann nach IFR geflogen sind sind zum jetzigen Zeitpunkt müßig. Kollisionswarngeräte sind in derartigen Maschinen keine Pflicht.
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