Wetteraussichten für kommende Woche "Signifikanter Temperaturrückgang" in Aussicht

Ein Verbot der Rasenbewässerung, fehlendes Löschwasser, große Feuerquallen - die Folgen von Hitze und Trockenheit machen sich vielerorts bemerkbar. Mitte kommender Woche soll es tatsächlich kühler werden.

Schloss Zwiefaltendorf in Baden-Württemberg,
DPA

Schloss Zwiefaltendorf in Baden-Württemberg,


Nach langer Gluthitze soll es kommende Woche tatsächlich etwas kühler werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Donnerstag einen "signifikanten Temperaturrückgang", wie Meteorologe Lars Kirchhübel sagte.

Bis Mittwoch heize es sich noch bis zu 39 Grad auf. Danach sollen die Temperaturen fallen, in Deutschland würden dann 20 bis 30 Grad herrschen, wobei 30 Grad nur punktuell erreicht würden.

Zuvor muss sich der Südosten erst einmal auf Gewitter am Samstag einstellen. Diese können auch unwetterartig mit Starkregen und Hagel ausfallen. Im Norden kommt es schon zu etwas Abkühlung: Für die Nordseeküste sind 23 Grad vorausgesagt. Derweil wird es im Rhein-Neckar-Raum und am Oberrhein mit bis zu 38 Grad wieder richtig heiß.

Die anhaltende Trockenheit und Hitze hat vielerorts bereits weitreichende Folgen.

Kommune verbietet Rasenbewässerung

Im Kreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz dürfen die Bürger ab sofort nicht mehr ihren Rasen bewässern, teilte die Kreisverwaltung mit. Auch Wasser für öffentliche Grünflächen und für öffentliche sowie private Sport- oder Freizeitstätten ist tabu. Die Feuerwehren dürfen vorerst kein Wasser mehr für Übungen nutzen. Bei Verstößen droht eine Geldbuße bis zu 5000 Euro.

Erschwerte Löscharbeiten

In Schleswig-Holstein hat der Wassermangel Löscharbeiten an einem Kindergarten erschwert, das Gebäude wurde zerstört. Die beiden nächstgelegenen Löschwasserbrunnen des Ortes Wöhrden bei Heide hätten am Donnerstagabend vermutlich wegen der langen Trockenheit nicht die notwendigen Wassermengen geliefert, sagte Ole Kröger vom Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen. Tanklöschfahrzeuge mussten daher aus Hydranten in mehreren Kilometern Entfernung Löschwasser bringen.

Besonders große Feuerquallen

Derweil sind die Feuerquallen an der Ostsee wegen der Hitze größer als sonst. "Wir haben diesen Sommer besonders warme Temperaturen, wie jeder mitbekommt. Von daher wachsen die Tiere schneller", sagte Ulrich Bathmann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Es gebe aber nicht unbedingt mehr von ihnen als üblich.

Großeinsatz wegen vergessener Kleidung eines Schwimmers

Ein vergesslicher Schwimmer löste indes in der Nähe von Schwerin einen großen Sucheinsatz aus. Wie die Polizei mitteilte, waren schon in der Nacht zu Dienstag am Badestrand des Dümmer Sees herrenlose Kleidungsstücke aufgetaucht. Die Beamten vermuteten ein Badeunglück. "Wir starteten mit der Feuerwehr und der DLRG einen großen Sucheinsatz." Ohne Ergebnis. Nach wenigen Tagen steht nun der Besitzer der Kleidung vom Strand fest. "Er hatte sie dort zunächst abgelegt und nach seinen Angaben dann nicht wiedergefunden."

bbr/dpa

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