Sachsen-Anhalt Versenkte Schiffe sollen gebrochenen Deich abdichten

Ob der Plan gelingt, ist ungewiss. Bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt sollen zwei Schiffe gesprengt werden, um das im Deich klaffende Loch zu schließen.

Überflutung bei Fischbeck: 200 Quadratkilometer unter Wasser
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Überflutung bei Fischbeck: 200 Quadratkilometer unter Wasser


Fischbeck/Magdeburg - Es ist eine spektakuläre Aktion im Hochwassergebiet von Sachsen-Anhalt: Damit nicht weitere Wassermassen in den Elbe-Havel-Winkel fließen, sollen am Deichbruch bei Fischbeck zwei Schiffe versenkt werden. Sie sollen den Durchfluss versperren und dafür sorgen, dass nicht noch mehr Gebiete überflutet werden, wie der Krisenstab der Landesregierung am Freitagabend in Magdeburg mitteilte. Die Aktion soll am frühen Samstagmorgen beginnen.

Zur Vorbereitung werden in den Grund Panzersperren als Basis und zwei Arbeitsplattformen installiert. Im Lauf des Vormittags sollen dann die Schiffe vor den Deichbruch fahren und gesprengt werden, wie der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberst Claus Körbi, sagte. Darauf sollen dann rund 1000 große Sandpakete geworfen werden, um die Stelle abzudichten. Oberst Körbi: "Ob das funktioniert, können wir so zurzeit noch nicht sagen."

Auch wenn die Pegelstände sinken, drohen in den Hochwassergebieten immer noch aufgeweichte Deiche zu brechen. In Sachsen-Anhalt steht eine Fläche von mehr als 200 Quadratkilometern unter Wasser. Tausende Menschen aus mehr als 20 Ortschaften mussten ihre Wohnungen verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Weitere müssten sich auf Evakuierungen vorbereiten, hieß es.

In Niedersachsen durften am Freitag die rund 280 Anwohner der Altstadt-Insel von Hitzacker in ihre Häuser zurück, auch die Evakuierung des brandenburgischen Wittenberge wurde aufgehoben. Die rund 300 Bewohner der betroffenen Stadt Lauenburg in Schleswig-Holstein können wohl am Samstag zurück in ihre Häuser.

suc/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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axelsep 14.06.2013
1. Ist das nicht ein Kinderspiel ?
wenn nicht, dann klingt es zumindest mehr als hilflos !!
Hamberliner 14.06.2013
2. Aha. Bundeswehr-Oberst als Wasserbau-Ingenieur.
Zitat von sysopGetty ImagesOb der Plan gelingt, ist ungewiss. Bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt sollen zwei Schiffe gesprengt werden, um das im Deich klaffende Loch zu schließen. http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-an-der-elbe-schiffe-sollen-gebrochen-deich-abdichten-a-905867.html
Wenn so ein Schiff mittig aufsitzt (Hogging-Lastfall) wird es von oben nach unten durchreißen. Wenn es an den Enden aufsitzt (Sagging-Lastfall) werden sich zwischen den Querschotten die Seitenwände nach außen beulen. Die Panzersperren - wenn es denn Spanische Reiter sind - werden sich unkontrolliert in den Boden bohren wenn man versucht das Schiff mit Sandballast darauf abzusetzen. Dieser Oberst sollte besser die Panzersperren weglassen, eine kräftige Pumpe mit dickem Schlauch (z.B. Betonpumpe) organisieren und mit dem Wasserstrahl den Boden einebnen. Ein Saugbagger wär natürlich noch besser. Um das Schiff zu fluten braucht er auch keine Sprengung, ein wassergefüllter Abwasser-Schlauch großen Durchmessers (oder mehrere) zwischen außen und innen reicht. Danach kann er Sand 'reinkippen.
ratschbumm 14.06.2013
3. hatte den Anprechpartner in den NL vergessen:
Zitat von sysopGetty ImagesOb der Plan gelingt, ist ungewiss. Bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt sollen zwei Schiffe gesprengt werden, um das im Deich klaffende Loch zu schließen. http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-an-der-elbe-schiffe-sollen-gebrochen-deich-abdichten-a-905867.html
Rijkswaterstaat
donrealo 15.06.2013
4. Da hat jemand
zu viele Clive Cussler Romane gelesen.
donrealo 15.06.2013
5. Da hat jemand
zu viele Clive Cussler Romane gelesen. Dirk Pitt lässt grüßen
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