Krawalle in Köln Hooligans entschuldigen sich - und klagen an

Bei den Hooligan-Krawallen in Köln wurden Dutzende Polizisten verletzt. Jetzt gibt es vonseiten der Randalierer eine Entschuldigung - allerdings garniert mit Schuldzuweisungen.

Posieren vorm umgekippten Polizeiauto (Köln, 26.10.): "Wir möchten jetzt nicht die Schuld auf andere schieben, aber ..."
REUTERS

Posieren vorm umgekippten Polizeiauto (Köln, 26.10.): "Wir möchten jetzt nicht die Schuld auf andere schieben, aber ..."


In Köln sei nicht alles optimal gelaufen. Mit dieser lapidaren Aussage beginnt eine aktuelle Stellungnahme der Organisation "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa). Zur Erinnerung: Am 26. Oktober waren mehrere Tausend Demonstranten durch Köln gezogen und hatten sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. 44 Beamte wurden verletzt. Die rechtsextreme Szene feierte die Gewaltproteste als Machtdemonstration.

Die Hooligans entschuldigen sich in der Stellungnahme zwar "bei Betroffenen". So ganz wollen sie die Schuld jedoch nicht bei sich sehen: "Zu erwähnen ist aber auch, dass weniger als zehn Prozent der Teilnehmer sich nicht ordnungsgemäß verhalten haben", heißt es. Die Polizei habe sich "nicht immer korrekt verhalten". Außerdem "flogen Steine, Raketen usw. der anderen Seite auf unsere Veranstaltung". "Wir möchten jetzt nicht die Schuld auf andere schieben, aber wir möchten es erwähnen."

Am 15. November wird möglicherweise der nächste Hooligan-Aufmarsch stattfinden - in Hannover. Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen habe die Versammlung unter dem Motto "Europa gegen den Terror des Islamismus" angemeldet, berichtete der NDR.

wbr

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