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Hubschrauberabsturz in Schleswig-Holstein: Rätsel um die Ursachen

Bei einem Helikopterabsturz der Bundespolizei kamen zwei Männer ums Leben, ein dritter schwebt in Lebensgefahr. Bis die Unglücksursache geklärt ist, kann es Monate dauern.

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DPA

Hubschrauber-Absturz in Bimöhlen: Das Wrack ist inzwischen geborgen

Der Absturz eines Bundespolizei-Hubschraubers in Schleswig-Holstein hat sich während einer Übung mit SEK-Beamten ereignet. Zwei Besatzungsmitglieder starben dabei, der 33-jährige Copilot und ein 42 Jahre alter Insasse. Der 31-jährige Pilot überlebte schwer verletzt.

"Das war ein Übungsflug mit der schleswig-holsteinischen Landespolizeieinheit SEK", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einem Besuch an der Absturzstelle nahe der Ortschaft Bimöhlen. Und ergänzte: "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen."

Der Hubschrauber sei ziemlich gerade abgestürzt, sagte de Maizière. Als Teil der Übung habe die Maschine zuvor in der Luft gestanden. Nach Angaben eines Unfallermittlers stürzte der Eurocopter aus etwa 120 bis 130 Meter Höhe ab. Das hätten Zeugen berichtet, sagte Axel Rokohl von der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Bimöhlen. "Die Maschine war ungefähr 50 Minuten in der Luft, als sie von einem Nachtflugtraining zurückfliegen sollte zum nahen Fuhlendorf."

Die Unfallursache sei noch nicht geklärt. Zunächst müssten der Flugschreiber und der Stimmrekorder ausgewertet werden, sagte Rokohl. Die Wetterverhältnisse seien für einen Hubschrauberflug eher gut gewesen. Rokohl und ein Kollege hatten zuvor das Wrack untersucht und die Absturzstelle fotografiert.

Augenzeugen berichteten, dass der Motor vor dem Absturz gestottert habe. Ein erster Zwischenbericht zu den Ermittlungen soll nach Angaben von Rokohl in zwei bis drei Monaten vorliegen und auf der Internetseite der BFU veröffentlicht werden.

Nach Angaben der "Bundesvereinigung fliegendes Personal der Polizei" wird der Eurocopter 135 grundsätzlich von einer dreiköpfigen Crew geflogen. Pilot und Copilot kümmern sich um die fliegerischen Aufgaben, während ein Systemoperator als Besatzungsmitglied die Wärmebildkamera von der Kabine aus bedient.

Der Hubschrauber war nur etwa 40 Meter von einem Wohnhaus entfernt auf einen Acker gestürzt. Die Trümmer lagen verstreut auf einer Fläche von 20 mal 30 Metern.

lba/dpa

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