Hubschrauberunglück Der Fluch des Weinguts

Das französische Weingut La Rivière ist traumhaft schön, doch es bringt offenbar Unglück. Vor zehn Jahren starb der Eigentümer bei einem Flugzeugabsturz, nun fiel ein Hubschrauber vom Himmel. An Bord waren der bisherige Besitzer und ein chinesischer Milliardär, der das Anwesen gerade gekauft hatte.

AFP

Bordeaux - Nach dem Verkauf eines Weinguts bei Bordeaux sind der bisherige Besitzer und der Käufer, ein chinesischer Milliardär, bei einem Hubschrauber-Rundflug abgestürzt. Rettungskräfte suchten am Samstag nach insgesamt drei Vermissten. Sie hatten aber wenig Hoffnung, diese noch lebend zu finden. Bereits am Freitagabend war die Leiche des zwölfjährigen Sohnes von Tee-Milliardär Lam Kok aus dem Fluss Dordogne gezogen worden.

Lam Kok, der Chef der auf exklusiven Tee und Luxushotels spezialisierten Unternehmensgruppe Brilliant aus Hongkong, hatte das Weingut La Rivière in der französischen Weinbauregion Fronsac bei Bordeaux gekauft. Am Freitag wurde die Übergabe des Schlosses mit den dazugehörigen 65 Hektar Weinbergen groß gefeiert. Anschließend wollte der bisherige Besitzer James Grégoire, der einen Helikopterschein besitzt, dem neuen Eigentümer bei einem Rundflug seinen neuen Besitz aus der Luft zeigen.

Im Jahr 2002 war schon einmal ein Besitzer des Weinguts La Rivière bei einem ähnlichen Unglück ums Leben gekommen. Er starb bei einem Flugzeugabsturz. Ein Jahr später hatte Grégoire das Anwesen gekauft. Tee-Milliardär Lam Kok wollte auf dem Weingut exklusive Tee- und Weinproben veranstalten, außerdem war der Bau eines Hotels geplant.

Ein AFP-Fotograf berichtete, auch der Sohn des chinesischen Milliardärs sowie ein Übersetzer seien am Freitagabend mitgeflogen. Die Frau von Lam Kok habe sich in letzter Minute dagegen entschieden. Als der Helikopter nach 20 Minuten nicht zurückkehrte, alarmierten die Zurückgebliebenen die Feuerwehr, die daraufhin zwei Hubschrauber zur Suche nach den Vermissten entsandte.

Nach Angaben der französischen Gendarmerie konnten zunächst nur Wrackteile aus der Dordogne geborgen werden. Die Suche nach den Vermissten gestaltete sich wegen der starken Strömung schwierig. An der Rettungsaktion waren Taucher und mehrere Boote beteiligt. Polizeihunde suchten zudem das Flussufer ab.

wit/AFP



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