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Teure Haustiere: Jagdhund sollte Rundfunkbeitrag zahlen

Jagdhund mit Zahlungsbescheid: Janosch guckt nicht gern Fernsehen Zur Großansicht
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Jagdhund mit Zahlungsbescheid: Janosch guckt nicht gern Fernsehen

Janosch Städtler muss für seinen Fernseh- und Radiokonsum Geld bezahlen. So weit, so klar. Aber Janosch ist sechs Jahre alt und ein ungarischer Jagdhund.

Koblenz - Wer als Hundehalter denkt, mit der Hundesteuer und den Tierarztkosten sei es getan, der hat nicht mit den Rundfunkgebühren gerechnet. Anfang des Jahres erhielt ein Janosch Städtler aus Koblenz Post vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Sender - doch der ist ein Magyar Viszla, ein ungarischer Jagdhund.

Besitzer Christian Städtler sagte, sein Hund schaue nicht gerne Fernsehen, sondern wolle abends seine Ruhe haben. Sein früherer Gefährte habe immerhin Tiersendungen mitverfolgt. Um der Gebührenbehörde zu beweisen, dass Janosch kein echter Beitragszahler ist, schickten die Städtlers eine Tierarztrechnung, aus der die wahre Identität des Hundes hervorgeht. Das berichtet die "Rhein-Zeitung". Trotzdem sei kurz darauf eine Zahlungsaufforderung über 53,94 Euro eingetroffen.

Wie es zu dem Missverständnis kommen konnte, kann Städtler sich nicht erklären. "Das hört sich sehr nach einem Scherz an", sagte ein Sprecher des Beitragsservices der "Rhein-Zeitung". Selbst wenn ein Hund gerne Fernsehen schauen würde, könne man dafür kein Geld verlangen. Der Hund sei über die Seite www.rundfunkbeitrag.de angemeldet worden, vermutlich habe sich jemand einen Witz erlaubt. Inzwischen hat der Beitragsservice Janoschs Konto wieder gelöscht.

mja/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 38 Beiträge
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1. Mediensteuer
athanasia 14.01.2015
Liebe Printmedien, liebe Spiegel-Redaktion, da liest und hört man immer wieder, dass ihr euch Sorgen macht um eure Existenz, weil immer mehr Menschen keine Zeitungen oder Magazine mehr kaufen. Die sogenannten öffentlich rechtlichen TV- und Radiosender haben dieses Problem nicht, da wird jede noch so unnütze und schwachsinnige Sendung, die keiner sehen möchte, von dieser Zwangsabgabe finanziert. Wieso wehrt ihr euch nicht dagegen? Und berichtet. Über das Gutachten aus dem Finanzministerium, das zwischen den Jahren erschienen ist, damit es ja keiner mitkriegt. Über Leute, die sich dieser Abgabe verweigern. Ich wüsste gerne, wie viele Personen außer mir in der letzten Woche mit Zwangsvollstreckung und Erzwingungshaft gedroht wurde, wenn ich nicht endlich bezahle. Ich habe den Spiegel tatsächlich abonniert, weil ich ihn lesen möchte und ich bezahle dafür. Ich möchte aber nicht für ein schlechtes TV-Programm bezahlen, dass ich überhaupt nicht nutze. Das wäre ja so, als müsste ich eine Zeitung, die mir irgendwer in den Briefkasten wirft, die ich aber gar nicht haben möchte, bezahlen. Ich hätte sie ja lesen können. Das ist doch völlig absurd. Woher diese merkwürdige Loyalität zu den ÖR, liebe Zeitungen? Berichtet doch bitte!
2.
minsch 15.01.2015
Ist zwar für die Betroffenen übel, aber ich habe trotzdem gelacht. Auf die Idee muss man erst einmal kommen, den Hund von anderen Leuten bei der GEZ zu melden.
3.
Phil41 15.01.2015
das heißt GEZ und nicht das andere da... miese abzocker, wegelagerer und geldverschwender.
4.
gegensystem 15.01.2015
Haha Missverständnis wer glaubt's, das sind einfach nur abzocker ich hab weder Fernseher noch Radio und muss auch bezahlen, die probieren es immer weiter Bauch wenn niemand antwortet
5.
pittiken 15.01.2015
Da scheint wohl der Hundebesitzer schlechte Nachbarn haben, der dem Hund ein Dorn im Auge ist.
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