Los Angeles - Kreischende Fans, schaukelnde Limousinen, grabbelnde Kinder und jede Menge scheußliches Fingerfood: Mal ehrlich: Artgerechte Tierhaltung sieht anders aus.
Uggie, der wahre Star des mit fünf Oscars prämierten Films "The Artist", führt ein echtes Hundeleben. Monatelang tingelte das arme Tier durch US-TV-Shows, wurde bei den "Golden Globes", in Cannes und bei den Baftas in London vorgeführt.
Jetzt hat ihn die Doggy-Depression ereilt. Uggie hat Burnout. Bei einer Post-Oscar-Veranstaltung im Mondrian in Los Angeles entkam er gegen 23 Uhr heimlich der mehr als 1000-köpfigen Party-Meute und entspannte sich in einer Kunstgalerie jenseits der Lobby.
"Er war erschöpft", sagte Adam Shopkorn, Jurator der Show. "Wegen der Kinder." Vielleicht eher wegen seines Lebenswandels als Hollywood-Ikone. "Er lag einfach auf dem Boden und wartete darauf, dass man endlich seinen Wagen bringt." Selbst ein Spaziergang war nicht mehr drin, das Tier war komplett aufgerieben. Der am frühen Morgen anstehende TV-Termin wurde gestrichen, der arme Hund nach Hause gebracht.
Schon Anfang des Monats hatte der Trainer des zehn Jahre alten Jack-Russell-Terriers der "Daily Mail" von einem ominösen "Zitter-Syndrom" berichtet, an dem sein Schützling leidet: "Das ist eine neurologische Störung und wir haben Tausende von Dollars an Tierärzte gezahlt, um herauszubekommen, was der Auslöser ist, aber die Experten wissen es einfach nicht", sagte Omar Von Muller. Jetzt verordnete der Doc ein abruptes Karriere-Ende. Immerhin: bei seinem Coach kann sich Uggie mit mehreren Artgenossen vergnügen - und niemand hält ihm eine Kamera ins Gesicht.
ala
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