Frankfurt/Main - Fast sechs Millionen Hunde leben in Deutschland, aber immer weniger Bellos und Hassos. Kaum ein Deutscher gibt seinem Tier noch klassische Hundenamen. Wenn sie überhaupt hören, dann hören die Köter von heute auf Ben, Benny, Sam, Sammy oder Gina. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf die Magisterarbeit einer Mainzer Germanistik-Studentin.
Eva Schaab hatte für ihr wissenschaftliches Werk 1000 Hundehalter befragt und die Ergebnisse mit Namenslisten aus den Jahren 1907 und 1916 verglichen. Mehr als die Hälfte der 1000 aktuellen Namen wurde demnach nur einmal vergeben.
"Es kommt mir so vor, als solle der Hund heute ein Spiegel der Persönlichkeit des Menschen sein", sagte die 26 Jahre alte Wissenschaftlerin aus Mainz. "Der Mensch will zeigen, wie lustig oder einfallsreich er ist." Viele Tiere wurden auch nach alkoholischen Getränken benannt, zum Beispiel Jim Beam, Asti oder Brandy.
jbr/dpa
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