Vor Tropensturm "Nate" New Orleans ordnet Ausgangssperre und Evakuierungen an

Er ist der vierte Sturm innerhalb kürzester Zeit: Tropensturm "Nate" forderte in Mittelamerika 23 Todesopfer. Am Wochenende soll er auf das US-Festland treffen. New Orleans hat bereits reagiert.

Nach Hurrikan "Maria": Puerto Rico
AFP

Nach Hurrikan "Maria": Puerto Rico


Mit Blick auf den heraufziehenden Tropensturm "Nate" hat die Stadt New Orleans erste Vorkehrungen getroffen. Der Bürgermeister Mitch Landrieu ordnete an, einige Gegenden zu evakuieren. Außerdem verhängte er eine Ausgangssperre für die Nacht von Samstag auf Sonntag. Vor zwölf Jahren hatte Hurrikan "Katrina" in der Stadt verheerende Schäden angerichtet. Die US-Regierung war für ihr damaliges Krisenmanagement stark kritisiert worden.

"Nate" ist der vierte Sturm in kurzer Folge, der das amerikanische Festland erreicht. Nach Angaben des nationalen Hurrikanzentrums wird er in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) die nördliche Golfküste treffen. Meteorologen erwarten, dass der Sturm sich bis dahin über dem Golf von Mexiko zu einem Hurrikan der schwächsten Kategorie eins aufbauen wird.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Sturm in Mittelamerika Verwüstungen angerichtet, 23 Menschen starben. "Nate" verursachte in Costa Rica, Nicaragua und Honduras starken Regen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Danach nahm er Kurs auf die mexikanische Halbinsel Yucatán.

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Hurrikan "Maria": Puerto Rico nach dem Jahrhundertsturm

Die US-Meteorologen gaben für Teile Louisianas, Mississippis und Alabamas eine Hurrikanwarnung heraus. "Nate" wird an der Küste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde erwartet. Danach dürfte er bis Dienstag mit starken Regenfällen und Winden über Georgia, South und North Carolina bis über Virginia und weiter hinauf nach Nordosten ziehen.

In "Nates" Korridor liegt auch New Orleans, das von Hurrikan "Katrina" 2005 massiv getroffen worden war. Die zu erwartenden Wellen infolge des aktuellen Sturms sollen etwa 1,5 Meter hoch sein - bei "Katrina" waren sie dagegen vier Mal so hoch.

Am 25. August wurde die texanische Küste vom Hurrikan "Harvey" getroffen. Hurrikan "Irma" traf am 10. September in Florida auf Land. Das US-Außengebiet Puerto Rico wurde am selben Tag von Hurrikan "Maria" verwüstet - noch immer harren die Menschen dort ohne Strom aus. Das Krisenmanagement der US-Regierung hat eine Bürgermeisterin aus Puerto Rico so sehr empört, dass sie sich persönlich mit Präsident Donald Trump anlegte.

mja/dpa

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