Vorher-nachher-Fotos zu "Sandy" Die Narben nach dem Hurrikan

Eine Achterbahn im Meer, unpassierbare Straßen, verwüstete Häuser: Hurrikan "Sandy" zog vor einem Jahr über die US-Ostküste hinweg, verursachte gewaltige Schäden. Der Vergleich mit aktuellen Fotos zeigt, dass der Wiederaufbau noch lange dauern wird - aber auch, was schon geschafft ist.

Von "Sandy" verwüstete Straße in New Jersey: Wiederaufbau kommt voran
AP

Von "Sandy" verwüstete Straße in New Jersey: Wiederaufbau kommt voran


New York - Wie ein Sturzbach strömt das Wasser durch den Zaun, ergießt sich auf die Straße. Für Autos ist hier kein Durchkommen mehr. Das Bild zeigt den Eingang zum Brooklyn-Battery Tunnel. Wegen der Flut, ausgelöst durch Hurrikan "Sandy", ist von ihm nichts mehr zu sehen.

Das Foto stammt vom 29. Oktober 2012. Damals zog der schlimmste Sturm seit Jahrzehnten über die US-Ostküste hinweg. Mindestens 159 Menschen wurden in den USA getötet, mehr als 650.000 Häuser zerstört. Die Schäden werden allein für den Bundesstaat New York auf 42 Milliarden Dollar geschätzt.

"Sandy" ließ Millionen Einwohner ohne Strom zurück. Große Teile Manhattans blieben tagelang ohne Strom, das größte U-Bahn-Netz der USA stand still.

Nun, rund ein Jahr nach "Sandy", sind Fotografen zu den damals zerstörten und überfluteten Orten zurückgekehrt. Im Oktober 2013 fahren Autos durch den Brooklyn Battery Tunnel, als sei nichts gewesen.

Kommende Woche öffnet die Insel Ellis Island vor New York wieder für Besucher. Die Insel und das darauf stehende Museum seien ab Montag wieder zugänglich, teilte die zuständige Nationale Parkbehörde mit. Die meisten Ausstellungsstücke befänden sich allerdings noch in einem Lagerraum. Erst im Frühjahr 2014 werde der Originalzustand komplett wieder hergerichtet sein.

Anderswo, etwa im besonders schwer betroffenen Viertel Breezy Point im Stadtteil Queens, ist bislang kaum mehr gelungen, als aufzuräumen. Erst wurde die Siedlung überschwemmt, dann fraß ein Großbrand Hunderte Häuser. Ein Foto vom 30. Oktober 2012 zeigt verkohlte Balkenreste. Ein Jahr später sind sie verschwunden, aber von Aufbau ist nichts zu sehen - nur eine Sandfläche mit Reifenspuren von Baumaschinen.

Die Bilderserie vermittelt einen Eindruck davon, wie sehr "Sandy" an der US-Ostküste wütete, wie viel im vergangenen Jahr wiederaufgebaut wurde - aber auch, wie viel noch zu tun ist.

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Vor einem Jahr ein Sturzbach, heute wieder eine normale Unterführung: "Sandy" hinterließ den Brooklyn-Battery Tunnel unpassierbar.

"Sandy" führte in New York zu weitreichenden Stromausfällen, Teile der Stadt waren tagelang ohne Versorgung - wie an den spärlich beleuchteten Hochhäusern in Manhattan deutlich zu sehen ist.

Als "Sandy" über New York hinwegzog, standen die umgebenden Straßen dieses Umspannwerks in Brooklyn unter Wasser. Heute kann man dort wieder trockenen Fußes spazierengehen.

Die Manhattan Bridge in New York: Wegen "Sandy" floss unter ihr auch dort Wasser, wo normalerweise Autos fahren und parken.

Das zerstörte Viertel Breezy Point im New Yorker Bezirk Queens. Erst wurde es überflutet, dann von einer Feuersbrunst zerstört.

Allmählich sind die Aufräumarbeiten in Breezy Point so weit vorangeschritten, dass der Wiederaufbau beginnen kann.

Cape May in New Jersey: Ein Jahr nach "Sandy" zeigt blaues Klebeband am Straßenschild, wie hoch der Sturm den Sand auftürmte.

Diese Achterbahn in Seaside Heights in New Jersey wurde von "Sandy" komplett zerstört. Inzwischen wurde sie demontiert und aus dem Meer gezogen.

Brian Hajeski konnte die Wucht von "Sandy" kaum fassen, als er am 30. Oktober 2012 auf einer Brücke in Mantoloking in New Jersey stand. Ein Jahr später sind die Aufräumarbeiten deutlich vorangekommen.

Diese Straße in Seaside Heights glich einem Trümmerfeld, nachdem "Sandy" über sie hinweggefegt war. Heute rollt auf ihr wieder der Verkehr.

Am Ortley Beach in Toms River, New Jersey, verwüstete "Sandy" zahlreiche Häuser. Monate später sind zumindest die Trümmer weggeräumt.

Auf diesem Parkplatz in Queens wurden Trümmer gesammelt - Berge aus Häuserresten, Autos und Möbeln. Ein Jahr später ist die Stelle vom Schutt befreit.

Auf der Strandpromenade in Seaside Heights sind nun wieder Spaziergänger anzutreffen. Direkt nach "Sandy" war an der Stelle an einen entspannten Ausflug nicht zu denken.

Einst standen an dieser Stelle in Brick, New Jersey, Dutzende kleine Bungalows. Der Abriss der Ruinen ist geschafft, viel mehr aber noch nicht.

ulz/dpa



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