USA Hurrikan "Sandy" legt New York still

Der sich nähernde Hurrikan "Sandy" trifft die Machtzentren der USA. In New York City stellen Busse und U-Bahnen den Betrieb ein, Hunderte Flüge fallen aus, in Washington D. C. wurde der Notstand ausgerufen. Das Unwetter könnte sogar die Präsidentschaftswahl beeinflussen.


New York - Die US-Ostküste bereitet sich auf Sturm "Sandy" vor. In der Nacht von Montag auf Dienstag wird die volle Wucht des Unwetters in New York City erwartet. Ab 19 Uhr Ortszeit geht nichts mehr in der Millionenmetropole. Busse, Subway, Züge - alles soll dann stillstehen, hat Gouverneur Andrew Cuomo mitgeteilt.

Am Bahnhof Penn Station südlich von New Yorks Central Park versuchen Tausende Besucher und Pendler am Sonntagnachmittag, die Stadt noch zu verlassen, einen der Amtrak-Fernzüge zu erwischen, die sie aus der Gefahrenzone bringen können. "Hier geht's nach Washington!", rufen Polizisten, um die Massen zu sortieren: "Hier nach Boston!" Es herrscht Durcheinander.

Die New Yorker Schulen bleiben am Montag geschlossen, kündigte Bürgermeister Michael Bloomberg an. Knapp 400.000 Einwohner besonders bedrohter Küstenbereiche und tiefer gelegener Gebiete der Stadt würden evakuiert, die Parkregeln in der Stadt wurden aufgehoben. "Dies ist ein ernster und gefährlicher Sturm", sagte Bloomberg.

Am Wochenende hatten bereits US-Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney Wahlkampftermine in heiß umkämpften Bundesstaaten abgesagt. Der Präsident blieb in Washington, um von dort aus die Vorkehrungen für das Eintreffen des Sturms zu beobachten, statt in Virginia und Colorado um Wählerstimmen zu kämpfen. Mitt Romney sagte eine Veranstaltung in Virginia Beach ab, wo der Notstand ausgerufen worden war.

Neben New York sind auch andere US-Bundesstaaten von "Sandy" betroffen. Massachussetts, Rhode Island, Connecticut, New Jersey, Maryland, Virginia und der District of Columbia riefen den Notstand aus, in Connecticut wird das Busnetz stillgelegt. In Pennsylvania gelten ebenfalls Notstandsregeln. In Maine befürchtet Gouverneur LePage Schwierigkeiten mit der Energieversorgung, ebenso wie die Energieversorger in Maryland.

Tausende Flüge abgesagt, Transatlantikverbindungen betroffen

Wegen des Hurrikans sind in New York zudem bis zu 3000 Flüge vorsorglich abgesagt worden. Die US-Webseite FlightAware.com meldete, am Sonntag seien 707 Flüge betroffen, die meisten davon am Flughafen Newark in New Jersey. Besonders betroffen ist hier United Airlines, die viele Transatlantikflüge gemeinsam mit der deutschen Lufthansa durchführt.

Auch die Fluglinie Air Berlin streicht mehrere Flüge nach und von New York. Insgesamt würden Sonntag, Montag und Dienstag zehn Flüge ausfallen, sagte eine Sprecherin am Sonntagabend. Das betreffe Verbindungen von Berlin und Düsseldorf nach New York und zurück. Passagiere könnten umbuchen oder kostenlos stornieren.

Bei der Lufthansa wurden bereits 15 Flüge gestrichen. Wer am Montag oder Dienstag in die USA fliegen wolle, solle sich am besten schon in der Nacht, spätestens am Montagmorgen auf der Webseite der Fluggesellschaft informieren, sagte ein Lufthansa-Sprecher zu SPIEGEL ONLINE.

Für Montag wurden Verbindungen nach New York, Washington und Boston annulliert. Betroffen sind Flüge aus Frankfurt, München und Düsseldorf. United Airlines und Singapore Airlines sagten dagegen Verbindungen von Frankfurt am Main nach Washington D. C. ab.

Für Montag sind laut FlightAware.com bisher 2499 Flüge abgesagt. Neben Newark sind hier auch der Washingtoner Flughafen Dulles (428 Flüge) und Philadelphia (355 Flüge) betroffen. Verschiedene US-Fluggesellschaften kündigten an, ihre Flüge am Sonntagabend einzustellen. Derzeit planen unter anderem United Airlines und US Airways, ihre Flüge im Laufe des Dienstags wieder aufzunehmen.

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Hurrikan "Sandy": New York rüstet sich für den Sturm
Vor allem Passagiere von Transatlantikverbindungen müssen sich auf Wartezeiten einstellen. Am Sonntag sollten New Yorker Flughäfen nach Behördenangaben aber vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müsse mit kurzfristigen Einschränkungen gerechnet werden. Der Handel an den New Yorker Börsen soll am Montag stattfinden.

"Sandy" dürfte laut Experten voraussichtlich am Montagabend oder Dienstagmorgen im Süden New Jerseys auf Land treffen und sich mit einem weiteren Wirbelsturm vereinen - US-Medien tauften das zu erwartende Unwetter "Frankenstorm". Aus dem Süden Kanadas bewegt sich zudem eine Kaltfront in Richtung US-Ostküste.

Wo "Sandy" am schlimmsten zuschlägt, ist noch völlig offen

Meteorologen erwarten heftigen Regen, Wind und bis zu 60 Zentimeter Schnee. Bis zu 60 Millionen Menschen könnten von den Folgen des Unwetters betroffen sein, warnte der Leiter der US-Wetterbehörde NOAA, Louis Uccellini.

Der Sturm könnte Verwüstungen auf einem 1300 Kilometer breiten Streifen von New York und Washington D. C. an der US-Ostküste bis zu den Großen Seen bei Chicago anrichten. Wegen des gewaltigen Ausmaßes des Sturms und weil das Aufeinandertreffen von gleich drei Stürmen so selten vorkommt, "können wir uns nicht festlegen, wer das Schlimmste abbekommt", sagt Rick Knabb vom Nationalen Hurrikanzentrum in Miami, Florida.

Meteorologen warnten, "Sandy" könnte entlang der Ostküste von Boston und New York im Norden bis nach Washington, Baltimore und Philadelphia weiter Stürme und gefährliche Überschwemmungen auslösen. Damit wären mehrere der am dichtesten besiedelten Gebiete in den USA betroffen.

In den vergangenen Tagen war Hurrikan "Sandy" in der Karibik für 65 Tote und erhebliche Sachschäden verantwortlich. 51 Menschen starben in Haiti, wo die Behörden erst nach dem Ende tagelanger Regenfälle das volle Ausmaß der Hurrikanfolgen erfassen können. Wegen seiner enormen Ausbreitung wird der Wirbelsturm bereits jetzt als historisch eingestuft.

Was USA-Reisende jetzt wissen sollten, lesen Sie hier.

dba/sef/Reuters/AFP/dapd

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Seite 1
spon-1313066806112 28.10.2012
1.
Ausserdem wurde eine Mitt Romney Veranstaltung in Richmond (Hauptstadt des Bundesstaates Virginia) abgesagt
illnoneofit 28.10.2012
2.
Zitat von sysopREUTERSDer sich nähernde Hurrikan "Sandy" trifft die Machtzentren der USA. In New York City stellen Busse und U-Bahnen den Betrieb ein, Hunderte Flüge fallen aus, in Washington D. C. wurde der Notstand ausgerufen. Das Unwetter könnte sogar die Präsidentschaftswahl beeinflussen. http://www.spiegel.de/panorama/hurrikan-sandy-new-york-city-stoppt-u-bahn-bus-und-zug-a-863886.html
Da ist er wieder, der unter SPON-Redakteuren so beliebte Konjunktiv. Was täten sie nur ohne ihn.
Liberalitärer 28.10.2012
3. Hals- und Beinbruch
Man kann den Menschen nur Glück wünschen, es sieht wohl übel aus. Wer so ein Ding mal erlebt hat und NYC liegt tief, der weiss. DC kann es auch voll erwischen.
katerramus 28.10.2012
4. bei Naturkatastrophen werden Wahlen unwichtig,
jedenfalls für die betroffenen Menschen. Eins wird man bei den getroffenen Vorsichtsmaßnahmen jedenfalls nicht sagen können : dass Obama die ihm anvertrauten Menschen nicht genügend gewarnt habe Andererseits: wenn alles nicht so schlimm wird und es nur einen normalen Sturm gibt, kann Romney punkten mit dem Hinweis, durch Panikmache habe es finanzielle Verluste gegeben. Mein Wunsch an "Petrus" wäre: ein heftiger Sturm, ohne Menschenopfer, aber mit Stromausfällen an der Wall- Street ;)
musca 28.10.2012
5.
Zitat von sysopREUTERSDer sich nähernde Hurrikan "Sandy" trifft die Machtzentren der USA. In New York City stellen Busse und U-Bahnen den Betrieb ein, Hunderte Flüge fallen aus, in Washington D. C. wurde der Notstand ausgerufen. Das Unwetter könnte sogar die Präsidentschaftswahl beeinflussen. http://www.spiegel.de/panorama/hurrikan-sandy-new-york-city-stoppt-u-bahn-bus-und-zug-a-863886.html
Bis "Sandy" auf New York trifft dauert es noch zwei Tage..... Bis dahin kann viel passieren...ein Hurrikan wird es aber nicht mehr sein beim Landgang ...eher ein sehr starkes Orkantief vielleicht ähnlich wie Kyrill bei uns Mitte Januar 2007. ( sehr ausgeprägtes weiträumiges Windfeld, wie bei Kyrill) Ich denke, damit werden die Amerikaner aber sicher zurechtkommen so wie wir Mitteleuropäer auch "Lothar","Kyrill" und auch "Emma" überlebt haben... Hier wird teils so berichtet als wäre es nicht New York sondern New Orleans kurz vorm Landgang vorm Hurrikan Kathrina...Dieser Hurrikan war aber wohl ein anderes Kaliber. Die Medien sollten nicht immer so übertreiben selbst wenn Wahlkampf herrscht in den vereinigten Staaten von Nordamerika. Sicher darf man auch dieses schwere Orkantief nicht unterschätzen aber die Hysterie rund herum finde ich übertrieben. FG
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