Fest des Kruges in Indien: Millionen Hindus tauchen in den Ganges ein

Baden im Ganges: Millionen Hindus feiern das Fest des Kruges Fotos
AP

Es ist das größte religiöse Fest der Welt: Im Norden Indiens haben sich mehrere Millionen Hindus getroffen, um Kumbh Mela zu feiern, das Fest des Kruges. Der Lehre nach erlöst ein kurzes Bad im Ganges die Gläubigen von allen Sünden.

Allahabad - Millionen gläubige Hindus sind am Sonntag in den "heiligen Fluss" Ganges eingetaucht. Im nordindischen Allahabad fand an diesem Tag das größte religiöse Fest der Welt seinen Höhepunkt: Alle zwölf Jahre versammeln sich Hindus aus der ganzen Welt nahe der nordindischen Stadt, um an der Kumbh Mela, dem Fest des Kruges, teilzunehmen.

Die Beteiligung an dem Fest überstieg alle Erwartungen. Aus Luftaufnahmen schlossen die Veranstalter, dass sich fast 40 Millionen Menschen in Allahabad aufhielten, einer Stadt mit sonst 1,2 Millionen Einwohnern. Mehr als 7000 Polizisten und rund 30.000 Freiwillige waren im Einsatz. "Bis zum Mittag hatten bereits 20 Millionen Menschen ein Bad genommen", sagte Sprecher Ashok Sharma.

"Ein kurzes Eintauchen in den Fluss hat die Kraft, das ganze Leben zu ändern", sagte ein Teilnehmer der Zeremonie. Die meisten wollten lediglich in das Wasser eintauchen, einige Gläubige aber tranken von dem Wasser oder füllten es in Flaschen ab. In Allahabad strömen der Ganges und der Fluss Yamuna zusammen, die beide stark verschmutzt sind.

Ein kurzes Bad an bestimmten Stellen des Ganges und bei einer bestimmten Konstellation der Gestirne erlaubt nach der hinduistischen Glaubenslehre die Reinigung von allen Sünden und die Erlösung vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburt. Angeführt werden die badenden Menschenmassen von Tausenden geheiligten Männern - Sadhus mit nichts als verriebener Asche auf der Haut sowie Swamis und Gurus in wallenden farbigen Gewändern.

Das Treffen in Allahabad im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh wurde zuletzt 2001 zelebriert. Zwischen den Festen in Allahabad gibt es kleinere Feste, die im Abstand von drei Jahren in Nasik, Ujjain und Haridwar gefeiert werden. Auf diese vier Orte fielen dem hinduistischen Glauben nach einige Tropfen des Nektars, der Unsterblichkeit verleiht.

cte/AFP

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