Herde gerammt Indischer Personenzug tötet Elefanten

Ein Passagierzug im indischen Bundesstaat Westbengalen hat eine Elefantenherde gerammt und dabei mindestens fünf der Tiere getötet. Das Unglück ereignete sich in einem Tierschutzgebiet. Menschen kamen dabei offenbar nicht zu Schaden.

Verendeter Elefant auf Eisenbahnbrücke: Unglück im Chapramari Forest
REUTERS

Verendeter Elefant auf Eisenbahnbrücke: Unglück im Chapramari Forest


Neu Delhi - Mindestens fünf Elefanten sind bei einem Zugunglück im Osten Indiens ums Leben gekommen. Der Personenzug raste in eine Herde von etwa 40 Dickhäutern, als diese die Gleise überquerten. Ein weiterer Elefant wurde schwer verletzt, sagte NC Bahuguna, der Chef der Tierschutzbehörde im Bundesstaat Westbengalen.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet sogar von sieben getöteten Tieren, darunter zwei Kälber. Zehn weitere Elefanten wurde demnach schwer verletzt. Menschen kamen bei der Kollision offenbar nicht zu Schaden.

Nach Angaben von Forstwirtschaftsminister Hiten Burman war der Zug vor der Kollision mit 80 km/h unterwegs. Das Unglück ereignete sich an einer Eisenbahnbrücke im Chapramari Forest, einem Tierschutzgebiet, das für seine große Elefantenpopulation bekannt ist.

Nach der Kollision seien die unverletzt gebliebenen Elefanten zunächst weggelaufen, schließlich aber zu den Gleisen zurückgekehrt, sagte Minister Burman. "Sie standen dort eine ganze Weile, bis sie von Wildhütern und Bahnangestellten vertrieben wurden."

Zusammenstöße von Zügen mit wilden Tieren sind in Indien keine Seltenheit - seit 1987 wurden in dem Land nach offiziellen Angaben mehr als 120 Elefanten auf diese Weise getötet. Burman zufolge war das Unglück in Westbengalen das schwerste der vergangenen Jahre.

rls/dpa/AP



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