Jakarta - Es sind die bislang stärksten Erdstöße des Jahres: Wegen eines Erdbebens hat Indonesien eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA (USGS) hatte das Beben die Stärke 8,7; es wäre damit eines der schwersten Beben, die jemals gemessen wurden. Das Geoforschungszentrum Potsdam GFZ maß eine Stärke von 8,2 - Beben dieser Stärke gibt es weltweit durchschnittlich etwa einmal pro Jahr.
Tsunamigefahr gelte für den gesamten Indischen Ozean, teilte das pazifische Tsunamiwarnzentrum mit. Das Zentrum des Bebens liegt nach Angaben des USGS in 33 Kilometer Tiefe, knapp 500 Kilometer vor der Küste der Provinz Aceh im Nordosten der Insel Sumatra. Das GFZ errechnete eine Tiefe von zehn Kilometern. Je flacher ein Seebeben, desto heftiger gerät der Meeresboden in Bewegung.
Ende 2004 kamen durch einen Tsunami im Indischen Ozean mehr als 230.000 Menschen ums Leben. Auslöser war ein Erdbeben der Stärke 9,1 vor der Küste Sumatras. Der Tsunami am zweiten Weihnachtstag 2004 hinterließ in zwölf Ländern schwerste Schäden. Außer Indonesien wurden Sri Lanka, Indien und Thailand besonders schwer getroffen. Mindestens 1,7 Millionen Menschen wurden obdachlos.
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boj/Reuters/dpa
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