Indonesien Stinkfrucht Durian an Bord - Flugpassagiere meutern

Zwei Tonnen Durian und ein bestialischer Geruch an Bord? Das war den Passagieren einer indonesischen Fluglinie wohl zu viel. Sie verlangten, die stinkenden Früchte auszuladen.

Durian-Frucht der Sorte Musang King (Archiv)
DPA

Durian-Frucht der Sorte Musang King (Archiv)


Eine Passagiermaschine der Fluglinie Sriwijaya Air sollte von Sumatra in die indonesische Hauptstadt Jakarta starten, als die ersten Beschwerden laut wurden: Den Fluggästen fiel ein bestialischer Gestank auf. Ursache war eine zwei Tonnen schwere Ladung der für ihren üblen Geruch bekannten Frucht Durian. Die Passagiere verlangten, die Stinkfrüchte aus dem Flugzeug zu schaffen. Dies berichtete unter anderem das Nachrichtenportal "Kompas".

Versicherungen der Crew, dass der Geruch sich nach dem Start verflüchtigen werde, habe er nicht glauben wollen, sagte ein Passagier. Auch die anderen Reisenden hätten nach draußen gedrängt. Sie wollten für den gut eine Stunde dauernden Flug offenbar nicht in der stinkenden Maschine sitzen. Die Besatzung habe die Durian-Früchte dann ausgeladen.

Ein Sprecher der Fluglinie betonte, die Früchte seien gut verpackt gewesen. Mit etwa einer Stunde Verspätung habe die Maschine in Bengkulu schließlich starten können, berichtete die BBC.

Durian sind in Südostasien beliebt, ihr süßlich-fauler Geruch ist aber sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert an verschwitzte Sportsocken oder verrottetes Fleisch. In manchen Hotels, bei vielen Fluglinien und auch in manchen öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Mitbringen der Früchte verboten.

Indonesien erlaubt den Transport im Frachtraum von Flugzeugen, das Verkehrsministerium werde diese Regel aber mit Blick auf das Wohl von Passagiere überprüfen, sagte ein Sprecher des Flughafens in Bengkulu.

wit/dpa



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