Inselkauf mit Tücken Ureinwohner klagen gegen Mel Gibson

Hollywoodstar Mel Gibson hat Ärger am Hals: Statt die Ruhe auf seiner teuer erworbenen Fidschi-Insel Mago genießen zu können, muss er sich möglicherweise bald einem Gerichtsverfahren stellen. Angehörige der angeblichen Ureinwohner Magos fordern das Elf-Millionen-Euro-Eiland zurück.


Inselbesitzer Mel Gibson: Angebliche Ureinwohner wollen ihr Mago zurück
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Inselbesitzer Mel Gibson: Angebliche Ureinwohner wollen ihr Mago zurück

Suva - Wie die Zeitung "Fiji Times" berichtet, wollen Mitglieder eines heimatlosen Stammes Gibson auf die Rückgabe der gut 2100 Hektar großen Insel verklagen. "Unsere Insel wurde damals für 2000 Kokospflanzen verkauft. Unsere Vorfahren berichteten, sie seien mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden, die Insel zu verlassen", sagte das Stammesmitglied Timoci Waqalevu der Zeitung. Wer sich geweigert habe, sei kurzerhand erschossen worden. Von 1930 bis 1985 war Mago, auf halben Wege zwischen den Hauptinseln von Fidschi und Tonga im Südpazifik gelegen, im Besitz der Familie des Kokosnuss-Pflanzers Jim Barron.

Schauspieler und Multimillionär Gibson hatte das palmengesäumte Eiland Berichten zufolge für umgerechnet 11,5 Millionen Euro von einer japanischen Gesellschaft erworben, die dort ursprünglich eine Ferienanlage errichten wollte, die Pläne dann aber wieder verwarf. Da die Regierung in Suva allerdings dem Verkauf an Gibson im Februar zugestimmt hat, werden einer Klage des Stammes wenig Erfolgsaussichten eingeräumt.



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