Mailand - Man kennt sie ja meist im Hochformat, doch jetzt kommen Modefotos auch im Quadrat zum Betrachter - dank der App Instagram. Fashion-Blogger, die schon seit Jahren die Modenschauen bevölkern, haben sie längst für sich entdeckt. Nun nutzen auch erste Agenturfotografen die Technik.
Die App Instagram gibt es für iPhones und andere Android-Geräte. Sie ist kostenlos, und jeder Nutzer kann seine Fotos mit verschiedenen Filtern bearbeiten - egal, ob man Rahmen, Tiefenschärfe oder Farben ergänzen möchte. Im charakteristischen, quadratischen Format können die Bilder dann über soziale Netzwerke geteilt werden.
Bei den großen Modenschauen hatten die professionellen Fotografen der Agenturen und Modemagazine mit ihren Hochglanzbildern quasi ein Monopol. Wie der "New York Oberserver" anlässlich der dortigen Modewoche berichtete, sehen sich die Profis diese Bastion von semiprofessionellen Knipsern mit iPhones bedroht. Für freiberufliche Fotografen, die nur vom Verkauf der Bilder leben, ist die Konkurrenz durch die im Internet frei verbreiteten Fotos erheblich.
Fern Mallis, die die New York Fashion Week mehr als zehn Jahre lang organisierte, ist ebenfalls skeptisch: "Nicht jeder, der ein iPhone oder iPad hat, ist ein Fotograf", sagte sie der Zeitung.
Den für die Vermarktung der Mode zuständigen Menschen scheinen die Instagram-Knipser aber durchaus willkommen zu sein. "Wir lieben Hochglanzmagazine. Aber Blogger erreichen eine andere Zielgruppe, und das hilft der Reichweite der Designer", sagte Flint Beamon, ein PR-Manager für Modefirmen, dem Observer.
Um mitzuhalten, verschickte die Agentur Getty Images in diesem Jahr erstmals auch Instagram-Bilder von den internationalen Modenschauen - gemacht von professionellen Fotografen. Eine Auswahl von der Mailänder Modewoche sehen Sie hier.
amp
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