Kreuzfahrtschiff losgerissen Sturm Ali fegt über Irland und Großbritannien

Heftiger Wind richtet in Irland und Schottland Zerstörung an. In Irland stirbt eine Frau, als ihr Wohnwagen über eine Klippe geweht wird. Bei Glasgow gerät ein Kreuzfahrtschiff auf Abwege.

DPA

Der starke Sturm Ali hat in Irland und Großbritannien mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde Chaos und Zerstörung angerichtet. Zwei Menschen starben bei den Unwettern: In der Republik Irland kam eine Frau um, die in ihrem Wohnwagen über eine Klippe geweht wurde. In Nordirland erschlug ein Baum einen Mann, ein weiterer Mensch wurde verletzt.

In Schottland wurde ein Kreuzfahrtschiff von seiner Verankerung losgerissen. Tausende Haushalte waren ohne Strom, umgestürzte Bäume versperrten Straßen. Die schottische Bahngesellschaft ScotRail berichtete von "schweren Störungen" im Zugverkehr. Am Flughafen Dublin wurden 70 Flüge gestrichen.

Alle Passagiere und Crewmitglieder des losgerissenen Kreuzfahrtschiffs in Schottland seien unversehrt, teilte die Gesellschaft Oceania auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit. Beinahe 500 Passagiere hätten sich an Land befunden, als die "Nautica" am Nachmittag von ihrer Verankerung am Hafen von Greenock in der Nähe von Glasgow gerissen wurde. Die Passagiere würden so lange betreut, bis die Wetterverhältnisse wieder sicher seien und das Schiff sie wieder aufnehmen könne, hieß es in der Mitteilung.

Im Westen Irlands hatte starker Wind bereits am Morgen einen Wohnwagen über eine Klippe geweht - eine Frau in dem Caravan kam ums Leben. Wie die irische Polizei mitteilte, wurde die Leiche der Frau, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sein soll, unterhalb der mutmaßlichen Unglücksstelle am Strand entdeckt.

Dem irischen Fernsehsender RTE zufolge schlief die Frau, als ihr Wohnwagen vom Wind erfasst wurde. Es soll sich um eine Touristin gehandelt haben. Über die Nationalität der Frau wurde noch nichts bekannt gegeben, die Nachrichtenagentur AFP will erfahren haben, dass es sich um eine Schweizerin handelt. Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Clifden in der Grafschaft Galway.

Auch in England wurde eine Frau schwer verletzt, als ein Baum auf ihr Auto in Crewe in der Grafschaft Cheshire stürzte.

Für Donnerstag sagte der britische Wetterdienst starken Regen für Nordengland und Wales voraus. Im Süden des Landes wird wieder heftiger Wind erwartet. Die Meteorologen warnten vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen.

mal/dpa

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