Italien Autobahnbrücke in Genua eingestürzt - mehrere Tote

Eine vierspurige Autobahnbrücke ist in Genua während eines Unwetters eingebrochen. Mehrere Menschen sind offenbar ums Leben gekommen, zahlreiche Autos sollen in die Tiefe gestürzt sein.

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In der italienischen Hafenstadt Genua ist eine vierspurige Autobahnbrücke eingestürzt. Laut Nachrichtenagentur Ansa stürzte die Brücke in mehr als 40 Meter Höhe auf einem Stück von um die hundert Meter Länge ein. Ansa berichtet unter Berufung auf das Innenministerium von elf Toten, demnach wurden mindestens zwei Menschen aus den Trümmern gerettet.

Der Einsturz habe sich während eines Unwetters ereignet, teilte die Polizei auf Twitter mit. Laut Feuerwehr handelt es sich um den Ponte Morandi, der auch als Polcevera-Viadukt bezeichnet wird und unter anderem Gleisanlagen sowie ein Gewerbegebiet überquert. Die Autobahn 10, die über die Brücke führt, wurde gesperrt.

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Autobahn 10: Brückeneinsturz in Genua

Der Einsturz riss mehrere Fahrzeuge mit. "Zahlreiche Autos" seien zwischen den Trümmern eingequetscht, berichtete Ansa unter Berufung auf Polizeikreise. Etwa 20 Fahrzeuge waren laut einem Bericht des öffentlichen-rechtlichen Senders RAI an dem Unglück beteiligt. Der "Corriere della Sera" schreibt, dass Autos und Personen unter den Trümmern der Brücke liegen sollen.

Mehrere Lastwagen sind laut Ansa im Fluss Polcevera gelandet, über den die mehr als 40 Meter hohe Brücke der A10 führt. In der Nähe der Brücke seien nach dem Einsturz vorsichtshalber Häuser evakuiert worden. Bei dem darunter liegenden Stadtteil handelt es sich offenbar um ein von Industrie und Gewerbe geprägtes Gebiet.

Die Brücke sei um etwa zwölf Uhr eingestürzt, teilte die Feuerwehr auf Twitter mit. Etliche Einsatzkräfte seien zu einem Großeinsatz ausgerückt. Auch die Polizei bestätigte den Einsatz und veröffentlichte auf Twitter ein Video, das Bilder der zerstörten Brücke zeigt.

Transportminister Danilo Toninelli äußerte sich auf Twitter zu dem Unglück: "Ich verfolge mit größter Sorge das, was in Genua geschehen ist und sich als große Tragödie abzeichnet." Er stehe mit den Behörden in Kontakt und werde sich an den Unglücksort begeben.

bbr/mxw/jpz/Reuters/dpa

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