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Italien: Berlusconi empfiehlt Erdbebenopfern Einkauf bei Ikea

Einrichtung à la Berlusconi: Italiens Ministerpräsident plant nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen den Wiederaufbau - und schickt die Betroffenen zu Ikea. Die Kosten für die neuen Möbel sollen vom Staat übernommen werden.

Rom - Silvio Berlusconi ist für seine mitunter lapidaren Äußerungen bekannt - das bekamen auch die Opfer des schweren Erdbebens in den Abruzzen schon häufiger zu spüren. Nun legte Italiens Ministerpräsident nach: Knapp drei Wochen nach der Katastrophe riet Berlusconi den Betroffenen, sich in ihren Übergangsheimen mit Möbeln des schwedischen Unternehmens Ikea einzurichten.

Italiens Ministerpräsident Berlusconi: "Diese geringe Summe"
REUTERS

Italiens Ministerpräsident Berlusconi: "Diese geringe Summe"

Die Regierung werde dafür sorgen, dass "diese geringe Summe" vom Staat erstattet werde, so Berlusconi. Es gebe noch leerstehende Hotelzimmer und Wohnungen, die sich "mit wenig Geld" einrichten ließen: "Es reicht, zu Ikea zu gehen", sagte der 72-Jährige laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa bei einem Besuch im Dorf Onna, dem Epizentrum des Bebens vom 6. April.

Berlusconi, der den im Juli auf Sardinien geplanten G-8-Gipfel nach L'Aquila verlegen will - der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Stadt, hatte in den vergangenen Wochen wiederholt mit Äußerungen zu dem Beben für Erstaunen gesorgt.

So verglich er die Lage der obdachlos gewordenen Erdbebenopfer mit einem Campingurlaub. Später bot er an, Betroffene in seinen privaten Villen unterzubringen und flirtete in aller Öffentlichkeit mit einer Rettungsärztin.

hut/AFP

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