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Italien: Reisebus stürzt von Brücke - viele Tote

AP

Bei einem verheerenden Busunglück im Süden von Italien sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Das Fahrzeug war in Kampanien von einer Brückenstraße abgekommen und 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr der Bus viel zu schnell auf ein Stauende auf.

Hamburg - Mindestens 38 Menschen sind am Sonntagabend bei einem schweren Busunglück in Süditalien ums Leben gekommen. Elf weitere Passagiere wurden schwer verletzt, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete. Unter den Opfern sollen auch viele Kinder sein. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr der Bus viel zu schnell auf ein Stauende auf und rammte mehrere Autos. Dann durchbrach er die Leitplanke und stützte etwa 30 Meter tief auf eine Böschung.

Unter höchst schwierigen Bedingungen durchsuchten die Rettungskräfte in der Nacht das Wrack des Busses, der nahe Avellino in der Region Kampanien von der Brückenstraße abgekommen und in die Tiefe gestürzt war. Zunächst hatte es geheißen, die Reisegruppe sei auf dem Rückweg von einer Pilgerfahrt gewesen, mittlerweile berichtet die Presseagentur AP, die Gruppe sei auf einer Rundreise unterwegs gewesen.

Die Rettungskräfte zogen nach eigenen Angaben Dutzende Leichen aus dem Wrack des Reisebusses. Drei weitere Leichen fanden sie unter dem Fahrzeug - sie waren bei dem schweren Unfall aus dem Bus geschleudert worden. Das Gelände rund um den Unfallort ist nur schwer zugänglich. Ein Fotograf der Presseagentur AFP vor Ort berichtete, dass die Einsatzkräfte immer wieder um "etwas Ruhe" baten, um keine Rufe möglicher Überlebender zu verpassen.

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Italien: Bus stürzt 30 Meter in die Tiefe

Wie viele Menschen sich genau zum Zeitpunkt des Unfalls in dem Reisebus befanden, war zunächst unklar, weshalb mit weiteren Opfern gerechnet wurde. Unter den Toten war auch der Busfahrer.

Nach Angaben der Rettungskräfte rammte der Bus mehrere Autos auf der Straße, bevor er in die Tiefe stürzte. Er fuhr demnach mit hoher Geschwindigkeit auf den dortigen Verkehr zu - in dem Gebiet geht die Straße bergab und ist von mehreren Schildern zur Geschwindigkeitsbegrenzung gesäumt. Die Ursache für den schweren Unfall war zunächst nicht klar, Augenzeugen zufolge hatte der Busfahrer offenbar aber Probleme mit den Bremsen.

Gegen 3 Uhr Ortszeit waren die Rettungsarbeiten noch immer in vollem Gange. Rund 20 Krankenwagen waren am Unglücksort und die ersten Fahrzeuge zum Abtransport der Todesopfer trafen ein. Die Straße A16 zwischen Neapel und Bari, wo sich das Unglück ereignete, wurde gesperrt.

pad/AFP/dpa/AP

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Das Unglück ereignete sich nahe Avellino in der Region Kampanien.



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