Von der Toskana bis Sizilien Waldbrände wüten in Italien

Rauchwolken über Badestränden, Flammen im Pinienwald: Buschfeuer verwüsten derzeit mehrere Regionen in Italien. Roms Bürgermeisterin spricht von einem Desaster.

Feuerwehrleute in einem brennenden Pinienwald in Rom
DPA

Feuerwehrleute in einem brennenden Pinienwald in Rom


In Italien sind zahlreiche Wald- und Buschbrände ausgebrochen. Mehr als Tausend Mal rückte die Feuerwehr am Montag landesweit aus, um die Flammen zu bekämpfen, wie sie auf Twitter mitteilte.

Mittlerweile ist in vier Wochen fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten vergangenen Jahr. Seit Mitte Juni sind nach Angaben des Umweltschutzverbands Legambiente mehr als 26.000 Hektar in Flammen aufgegangen. Betroffen von den Bränden sind neben Rom auch Sizilien und die südliche Region Kalabrien. Umweltschützer werfen der Regierung in Rom und den einzelnen Regionen vor, zu wenig zu tun, um Bränden vorzubeugen.

Ein Mann stirbt bei Feuer

In Rom bedrohten mehrere Feuer einen Pinienwald, der auf dem Weg zum Meer liegt. Die angrenzende Straße wurde wegen der starken Rauchentwicklung gesperrt. In der Region Kampanien starb laut Nachrichtenagentur Ansa ein Mann, der sich auf dem Dach eines Schuppens vor einem Feuer in Sicherheit bringen wollte, aber abstürzte.

Ein Mann sei inzwischen festgenommen worden, der sich in der Nähe eines Brandherdes aufgehalten und sich damit der Brandstiftung verdächtig gemacht habe. Einige Wohnhäuser wurden evakuiert.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sprach von einem Desaster für die Umwelt. "Die Situation ist sehr ernst", sagte sie laut Ansa. Raggi besuchte am Abend den Pinienwald Castelfusano, um sich einen Eindruck der Lage zu verschaffen.

Feuer am Vesuv

Die meisten Einsätze fuhr die Feuerwehr in den Regionen Latium und Kampanien. In den vergangenen Tagen musste die Feuerwehr in Neapel mehrere Brände am Vesuv löschen. Am Montag brach auch auf dem Hügel Posillipo in der Stadt ein Feuer aus, das starke Schäden an einem Haus anrichtete.

Aber auch in der Toskana brannte es weiter. Schon am Wochenende gab es Bilder beliebter Urlaubsstrände, über die Rauchwolken hinwegzogen: In Capalbio in der Toskana packten Besucher ihre Sachen zusammen, als am Sonntag nahe der Küste ein Feuer ausgebrochen war. In der Nähe von Trapani auf Sizilien waren vor einigen Tagen hunderte Touristen aus einem Resort in Sicherheit gebracht worden.

koe/dpa



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