Sturm, Erdrutsche, Starkregen Mehrere Tote bei schweren Unwettern in Italien

Höchste Alarmstufe von Kalabrien bis an den Brenner: Starker Regen und Wind haben in Italien erhebliche Schäden angerichtet, mindestens fünf Menschen kamen ums Leben. Und das Wetter soll noch schlechter werden.

Wassermassen in Forni Avoltri bei Udine
LUCIANO SOLERO/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Wassermassen in Forni Avoltri bei Udine


Schwere Unwetter mit Starkregen und Sturmböen haben weite Teile Italiens getroffen und mehrere Menschen das Leben gekostet. Die Schlechtwetterfront soll sich noch auswachsen, Rettungsdienste und der Zivilschutz bereiteten sich im ganzen Land darauf vor.

Vier Männer starben in der südlichen Region Kalabrien. Sie seien in der Nähe der Stadt Crotone von einem Erdrutsch getötet worden, als sie ein durch das Unwetter zerstörtes Rohr reparieren wollten, berichtete die Polizei. Beim Hafen von Catanzaro an der Stiefelspitze Italiens fand die Feuerwehr einen Toten, nachdem ein Segelboot von der Strömung fortgerissen worden war.

In Südtirol ging am Sonntag eine Mure auf die Brenner-Autobahn nieder. Zwischenzeitlich wurde die wichtige Verkehrsachse zwischen Österreich und Italien zwischen Brenner und Sterzing in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Mehrere Fahrzeuge seien von den Erdmassen getroffen worden, es gebe einen Leichtverletzten, berichteten lokale Medien. Auch die Brennerlinie der Eisenbahn stellte aus Sicherheitsgründen den Betrieb ein.

Blockierte Straße in Friaul
LUCIANO SOLERO/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Blockierte Straße in Friaul

Sturmböen und Starkregen erfassten auch Sardinien und die benachbarte französische Insel Korsika. Die Wetterdienste maßen dort Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde. Der Zivilschutz sprach von außergewöhnlichen Wetterverhältnissen und rief auf zu maximaler Wachsamkeit. Zudem riefen die Behörden für weite Teile des Landes die höchste Alarmstufe aus.

Schulen bleiben geschlossen

In der Region Venetien wurden Überschwemmungen und Erdrutsche befürchtet. Schulen in der gesamten Region um die Großstadt Venedig sollen am Montag geschlossen bleiben. Der berühmte Markusplatz wurde überschwemmt, wie Videos vom Sonntag zeigten.

Auch bei Genua ging ein Erdrutsch nahe einer Autobahn ab. Mehrere Familien mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünfte gebracht. In der Region Ligurien an der Grenze zu Frankreich warnten die Behörden die Küstenbewohner vor einem schweren Sturm. Am Montag sollten die Schulen in der Region geschlossen bleiben.

In Rom bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen, die Menschen sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Für Küstenorte warnte der Zivilschutz vor Sturmfluten. Auf der Insel Elba stürzte zudem ein historischer Bergwerkssteg im Meer ein.

mxw/dpa



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