Flüchtlinge im Mittelmeer Mehr als 500 Menschen vor der italienischen Küste gerettet

Die Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa scheint Einwanderer aus Afrika nicht abzuschrecken. Vor der italienischen Küste gerieten fünf Boote in Seenot. Die insgesamt rund 500 Menschen an Bord konnten gerettet werden.


Rom - Ungeachtet der Schiffstragödie vor Lampedusa dauert der massive Zustrom von Flüchtlingen nach Italien an. Innerhalb weniger Stunden mussten Handelsschiffe im Mittelmeer fünf Booten mit mehr als 500 Migranten an Bord zu Hilfe kommen.

Am frühen Morgen nahm ein maltesisches Schiff rund 200 Einwanderer in zwei Schlauchbooten an Bord. Wie die italienische Küstenwache mitteilte, hatten die Flüchtlinge noch in libyschen Gewässern einen Notruf abgesetzt.

Ein unter der Flagge der Bahamas fahrendes Schiff rettete darüber hinaus 118 Flüchtlinge. Bei einer weiteren Rettungsaktion wurden 175 Insassen zweier Boote in Sicherheit gebracht.

Unterdessen wurden vor Lampedusa weitere Leichen gefunden. Das Boot mit Hunderten Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia an Bord war am Donnerstag vergangener Woche gekentert. Nur 155 Insassen konnten gerettet werden. Bislang haben Taucher insgesamt 312 Tote geborgen. Angesichts der neuen Flüchtlingskatastrophe wird in der EU heftig über die europäische Flüchtlingspolitik diskutiert.

gam/AFP/dpa

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