Nach 65 Jahren Italienische Polizei löst Rätsel um toten Skifahrer

Vor etwa 65 Jahren ist ein junger Mann im Gletscher des italienischen Aostatal ums Leben gekommen. Jahrzehnte später hat man seine Leiche entdeckt - nun konnte auch die Identität des Mannes geklärt werden.

Matterhorn
REUTERS

Matterhorn


Er verschwand bereits 1954 in den Alpen, doch sein Schicksal blieb lange ungeklärt: Nun hat die italienische Polizei das Rätsel um einen mysteriösen Skifahrer gelöst. Per Facebook hatten die Ermittler zur Identifizierung eines Sportlers aufgerufen, der vor etwa 65 Jahren am Matterhorn gestorben war.

Nach einem Monat meldeten sie den Erfolg: Der Tote sei ein Franzose, der im Alter von 35 Jahren ums Leben kam. Seine Nichte, die in Paris lebe, habe auf den Aufruf reagiert, teilte die Polizei mit.

Untersuchungen im Labor der Turiner Polizei
DPA

Untersuchungen im Labor der Turiner Polizei

Deren Vater - also der Bruder des Skifahrers - habe sich dann zu einem DNA-Test bereit erklärt, womit der Mann identifiziert werden konnte. Der Bruder sei "ergriffen und vor allem überrascht" gewesen, den Verschwundenen doch noch wiederzufinden.

Die Leiche des Skifahrers war bereits vor 13 Jahren aus dem Gletschereis des Aostatal auf der italienischen Matterhorn-Seite geborgen worden. Die Polizei hatte mithilfe gefundener Gegenstände wie eines zerfetzten Pullovers, Rossignol-Skiern, einer verbogenen Brille und einem Gebiss mit Goldfüllungen den Fahndungsaufruf gestartet.

"Er war nicht verheiratet, hatte eine interessante Arbeit beim französischen Finanzministerium, lebte in einem eleganten Viertel von Paris und liebte Skifahren und Ausflüge in die Berge", schrieb die Polizei über den Skifahrer, der seine Identität nun wieder hat.

asc/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.