Italien Regionalzug bei Mailand entgleist - mehrere Tote

Im Norden Italiens ist eine Regionalbahn entgleist. Bei dem Unglück kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Weitere Insassen erlitten schwere Verletzungen.

Unglücksort
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Bei einem Zugunglück nahe Mailand sind drei Menschen ums Leben gekommen - das teilte eine Sprecherin des regionalen Gesundheitsministeriums mit. Zudem seien etwa hundert Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen schwer.

Die Bahn mit der Nummer 10452 war um 5.30 Uhr in Cremona abgefahren und in Richtung Mailand unterwegs. Das Unglück ereignete sich kurz vor 7 Uhr nahe der Ortschaft Seggiano di Pioltello, wie die Bahngesellschaft Trenord mitteilte.

Der Zug bestand aus sechs Waggons, mehrere hundert Fahrgäste waren an Bord. "Es war Pendlerzeit, der Zug war voll", sagte Chiara Abrosio von der Polizei in Mailand SkyTG24. Die Unglücksstelle sei schwer zugänglich, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz, Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Zugverkehr auf der Lokalstrecke wurde unterbrochen. Alle in der Region verfügbaren Rettungskräfte sowie Polizisten und ein Rettungshubschrauber wurden zum Unglücksort gerufen.

Auf Fotos waren Fahrgäste zu sehen, die vor Ort von Helfern versorgt wurden. "Alles war gut, aber auf einmal begann der Zug zu wackeln, dann hörten wir einen Knall und die Waggons entgleisten", zitierte Ansa einen Fahrgast. Bilder zeigten zwei Waggons, die in einem 90-Grad-Winkel verkeilt waren.

Nach ersten Erkenntnissen entgleisten drei Waggons. Bei einem der Waggons waren einige Räder etwa zwei Kilometer lang nicht auf den Schienen, meldete Ansa unter Berufung auf die für die Gleisanlagen zuständige Bahngesellschaft Rete Ferroviaria Italiana (RFI). Ein Waggon kollidierte demnach mit einem Strommasten, woraufhin der Zug entgleist sei.

RFI-Sprecher Vincenzo Macello sprach von einem "Strukturversagen des Bahngleises". Es sei jedoch noch zu früh, um genau zu sagen, was passiert sei, betonte er. Ermittler befragten den Lokführer und leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein.

wit/AFP/dpa

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