Schlucht in Süditalien Wanderer sterben bei Sturzflut

Sie wanderten durch die berühmte Raganello-Schlucht in Italien, da schwoll der Fluss rasant an: Mehrere Menschen starben in den Wassermassen. Drei Vermisste sind inzwischen gefunden worden.

Rettungskräfte in der Raganello-Schlucht
FRANCESCO CAPITANEO/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Rettungskräfte in der Raganello-Schlucht


Bei einem plötzlichen Hochwasser in einer Schlucht in Süditalien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien vier Frauen und vier Männer, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes. Über zwei weitere Tote, die am späten Montagabend entdeckt wurden, lagen zunächst keine genaueren Angaben vor.

Unterdessen wurden drei Vermisste nach Angaben des Zivilschutzes lebend und in guter Verfassung aufgefunden. Damit gebe es "zu 99,9 Prozent" keine Vermissten mehr, sagte Umweltminister Sergio Costa bei einem Besuch in dem nahe der Raganello-Schlucht gelegenen Ort Civita.

Der Zivilschutz war zunächst davon ausgegangen, dass sich noch drei bis fünf weitere Menschen in der Schlucht befinden könnten. Die drei Männer hatten dazugezählt. Eine Sprecherin des Zivilschutzes sagte, die Suche werde trotzdem weitergehen. Denn man könne nicht ausschließen, dass Wanderer ohne offiziellen Tourenführer unterwegs gewesen seien.

Der Wildbach in der Schlucht in Italiens Region Kalabrien hatte sich am Montag durch heftigen Regen in einen reißenden Fluss verwandelt, zehn Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben. 23 weitere wurden gerettet, elf von ihnen kamen in Krankenhäuser.

Wilder Fluss durch die Raganello-Schlucht
ANTONIO IANNICELLI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Wilder Fluss durch die Raganello-Schlucht

Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Die Schlucht ist einem privaten Touren-Anbieter zufolge bis zu 400 Meter tief.

kry/aar/sen/dpa/AFP



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