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Jagdunfall: US-Vizepräsident Cheney schießt Mann an

Es sollte ein unbeschwerter Wochenend-Ausflug für Dick Cheney werden, endete aber in einem mittleren Fiasko: Der US-Vizepräsident schoss bei der Jagd in Texas versehentlich einen Mann an.

Corpus Christi - Der 78-jährige Harry Whittington wurde an der rechten Wange, dem Hals und dem Brustkorb von mehreren Schrotkugeln getroffen, wie die Besitzerin der Ranch, Katherine Armstrong, sagte. Cheneys Sprecherin Lea Anne McBride bestätigte den Vorfall, der sich bereits am Samstag auf der Armstrong-Ranch in Texas ereignet hatte.

Über den Unfall berichtete als erste die in Corpus Christi erscheinende Zeitung "Caller-Times". Das Büro Cheneys nahm erst mit fast eintägiger Verzögerung zu dem Zwischenfall Stellung.

Der Verletzte sei sofort von Ärzten im Gefolge Cheneys behandelt worden, anschließend sei er von einem für den Vizepräsidenten bereitstehenden Krankenwagen in eine Klinik gebracht worden, hieß es. Dort habe Cheney Whittington auch gestern besucht. Cheney habe den Vorfall bedauert und sei tief betroffen. Ein Sprecher der Klinik bezeichnete Whittingtons Zustand als stabil. Es gehe dem Mann "gut".

Zu dem Unfall sei es gekommen, weil Whittington sich Cheney von hinten genähert habe, ohne auf sich aufmerksam zu machen, sagte Armstrong. "Der Vizepräsident hat ihn nicht gesehen." Als Cheney dann einen auffliegenden Vogel ins Visier nahm, sei der 78-Jährige in die Schusslinie geraten. Der Anwalt Whittington, Cheney und ein dritter Jäger befanden sich auf der Wachteljagd. Alle trugen orangefarbene Westen.

hen/AP/dpa

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