Japan-Auktion: Mann bietet 73 Millionen Dollar für Kristall-Klavier

Eine Auktion zu Gunsten der Tsunami-Opfer wurde ausgesetzt, weil die Gebote ungeahnte Höhen erreichten: 73 Millionen US-Dollar will ein Bieter angeblich für den Flügel eines japanischen Heavy-Metal-Musikers hinlegen. Die Ernsthaftigkeit wird noch geprüft.

Musiker Yoshiki im März in Tokio: Mitglied der Heavy-Metal-Band X Japan Zur Großansicht
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Musiker Yoshiki im März in Tokio: Mitglied der Heavy-Metal-Band X Japan

Tokio - 280 Künstler, Sportler und Prominente beteiligen sich an der Auktion, die Geld zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete in Japan einbringen soll. Der Musiker Yoshiki, Mitglied der japanischen Heavy-Metal-Band X Japan, spendete einen Kristall-Flügel - und sorgte damit für ein Rekordgebot. 73 Millionen US-Dollar (etwa 50 Millionen Euro) will ein Bieter angeblich für den Flügel hinlegen, berichtet Auktionsorganisator Yahoo Japan.

Die Versteigerung des Flügels wurde ausgesetzt. Nach Angaben von Yahoo wurde der Bieter per E-Mail kontaktiert, um herauszufinden, ob das Angebot ernst gemeint ist. Bisher habe es keine Antwort gegeben. Yahoo will mehrere Tage warten, bevor das Klavier wieder angeboten werde.

hut/AP

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1. Alles möglich
Rudolf_56 22.04.2011
Zitat von sysopEine Auktion*zu Gunsten der Tsunami-Opfer wurde*ausgesetzt, weil*die Gebote ungeahnte Höhen erreichten:*73 Millionen US-Dollar will ein Bieter angeblich für den Flügel eines japanischen Heavy-Metal-Musikers hinlegen.*Die Ernsthaftigkeit wird noch geprüft. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,758463,00.html
Warum soll nicht ein/e Multimill. oder Milliardär/in diese Summe zahlen, falls vielleicht sogar Fan der Musik des Spenders. Ist doch bessere PR, wenn der Flügel dann ausgestellt und bewacht wird mit beigestelltem Namen des Käufers, so groß wie der Flügel, als eben "nur" spenden. Das ist dann auch schnell wieder vergessen. Der Flügel hat die Wirkung eines Denkmals zu Lebenszeiten. Andererseits gibt es weltweit auf Auktionen dank des Internets lawinenartiges Ansteigen von Spaßbietern. Da wird so manchen Auktionshäusern die Freude noch verdorben werden, wenn es an´s Kassieren gehen soll. Nur bei einem großen Internetauktionshaus ist das etwas anders. Da hat der Verkäufer den Schaden bei Spaßbietern. Die anfallenden Minimal-Provisionen bei vergleichsweise geringen Versteigerungsergebnissen kann das Unternehmen bei täglich Millionen Käufern/Verkäufern schon eher verschmerzen und lässt den einzelnen Geprellten allein.
2. ist doch gut
CHANGE-WECHSEL 22.04.2011
Zitat von sysopEine Auktion*zu Gunsten der Tsunami-Opfer wurde*ausgesetzt, weil*die Gebote ungeahnte Höhen erreichten:*73 Millionen US-Dollar will ein Bieter angeblich für den Flügel eines japanischen Heavy-Metal-Musikers hinlegen.*Die Ernsthaftigkeit wird noch geprüft. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,758463,00.html
Zu allem wird eine Diskussion eröffnet, nur nicht, wenn es sich um Lieblinge der Redaktion handelt. Es kann nicht sein, dass über Kriminelle wie Kahn keine Diskussion eröffnet wird! http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,758522,00.html Immerhin hat er die Größte Klappe Deutschlands und im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen steht er hin und will uns die Welt erklären. Vor allem wenn Linien- und Schiedsrichter falsch und unrecht gehandelt haben! 150.000 Euro sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine enorme Geldstrafe für einen überführten Steuerhinterzieher!
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Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.

Fläche: 377.944 km²

Bevölkerung: 127,298 Mio.

Hauptstadt: Tokio

Staatsoberhaupt: Kaiser Akihito

Regierungschef: Shinzo Abe

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