Vorher/nachher in Japan Die Narben des Tsunamis

Japan gedenkt der Opfer der Katastrophe von 2011: Erdbeben und Tsunami verwüsteten damals ganze Landstriche. Der Wiederaufbau kommt an manchen Orten nur schleppend voran - das zeigen eindrucksvolle Fotos aus den betroffenen Gebieten.


Tokio - Auf den Tag genau vor zwei Jahren erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9,0 Japan. Ein gewaltiger Tsunami riss anschließend fast 19.000 Menschen in den Tod und verwüstete ganze Landstriche. Rund 400.000 Gebäude hat die Flutwelle zerstört, doch der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran. Viele Opfer befällt das Gefühl, vergessen zu werden. Noch immer leben rund 315.000 Menschen in engen Containerbehausungen und anderen Behelfsunterkünften.

Vorher-nacher-Bilder zeigen die Entwicklung der Aufräumarbeiten. Dieselben Orte wurden in den Jahren 2011, 2012 und 2013 aufgenommen. Sie zeigen, wie viel schon geschafft wurde - und wie viel noch zu tun ist:

Otsuchi in der Präfektur Iwate - Fotos 2011, 2012 und 2013:

Otsuchi am 16. April 2011: Gestrandeter Katamaran auf einem zweistöckigen Gebäude
AFP

Otsuchi am 16. April 2011: Gestrandeter Katamaran auf einem zweistöckigen Gebäude

Otsuchi, 16. Januar 2012: Die Trümmer sind fortgeschafft worden
AFP

Otsuchi, 16. Januar 2012: Die Trümmer sind fortgeschafft worden

Otsuchi, 18. Februar 2013: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich nicht viel verändert
AFP

Otsuchi, 18. Februar 2013: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich nicht viel verändert


Und so sieht es in Tagajo in der Präfektur Miyagi aus - auch hier 2011, 2012 und 2013:

Tagajo, 13. März 2011: Die Folgen des Tsunamis sind deutlich sichtbar
AFP

Tagajo, 13. März 2011: Die Folgen des Tsunamis sind deutlich sichtbar

Tagajo, 12. Januar 2012: Die Straße ist wieder zu erkennen
AFP

Tagajo, 12. Januar 2012: Die Straße ist wieder zu erkennen

Tagajo, 21. Februar 2013: Auf der Brachfläche (l.) haben sich Betriebe angesiedelt
AFP

Tagajo, 21. Februar 2013: Auf der Brachfläche (l.) haben sich Betriebe angesiedelt


Diese Fotos wurden in Kesennuma in der Präfektur Miyagi gemacht, wo die Wassermassen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatten:

Kesennuma, 16. März 2011: Die Stadt gleicht einer Trümmerlandschaft
AFP

Kesennuma, 16. März 2011: Die Stadt gleicht einer Trümmerlandschaft

Kesennuma, 14. Januar 2012: Schlamm und Schiffswrack sind verschwunden
AFP

Kesennuma, 14. Januar 2012: Schlamm und Schiffswrack sind verschwunden

Kesennuma, 20. Februar 2013: Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran
AFP

Kesennuma, 20. Februar 2013: Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran


In Ofunato in der Präfektur Iwate türmten sich Berge von Schutt auf. Auch hier stammen die Fotos aus den Jahren 2011, 2012 und 2013:

Ofunato am 14. März 2011: Gigantische Schuttberge türmen sich in der Stadt auf
AFP

Ofunato am 14. März 2011: Gigantische Schuttberge türmen sich in der Stadt auf

Ofunato, 15. Januar 2012: Die Schuttberge sind fortgeräumt, die Straße ist wieder befahrbar
AFP

Ofunato, 15. Januar 2012: Die Schuttberge sind fortgeräumt, die Straße ist wieder befahrbar

Ofunato am 18. Februar 2013: Manche Grundstücke sind leer geblieben
AFP

Ofunato am 18. Februar 2013: Manche Grundstücke sind leer geblieben


Und noch eine Bildserie aus Tagajo aus den Jahren 2011, 2012 und 2013:

Tagajo, 13. März 2011: Der Tsunami hat Fahrzeuge wie Spielzeugautos mitgerissen
AFP

Tagajo, 13. März 2011: Der Tsunami hat Fahrzeuge wie Spielzeugautos mitgerissen

Tagajo, 12. Januar 2012: Die Trümmer in den Straßen wurden beseitigt
AFP

Tagajo, 12. Januar 2012: Die Trümmer in den Straßen wurden beseitigt

Tagajo, 21. Februar 2013: Die Straße präsentiert sich fast ebenso wie ein Jahr zuvor
AFP

Tagajo, 21. Februar 2013: Die Straße präsentiert sich fast ebenso wie ein Jahr zuvor

wit/dpa/AFP

insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
e-cdg 11.03.2013
1. fuku-shi-ma
Zitat von sysopAFPJapan gedenkt der Opfer der Katastrophe von 2011: Erdbeben und Tsunami verwüsteten damals ganze Landstriche. Der Wiederaufbau kommt an manchen Orten nur schleppend voran - das zeigen eindrucksvolle Fotos aus den betroffenen Gebieten. http://www.spiegel.de/panorama/japan-bilder-vor-und-nach-der-katastrophe-von-fukushima-a-888109.html
Gedenken ist das Eine, Atomkraftwerke in küstennahe Erdbebengebiete bauen das Andere. Der Mensch gedenkt, aber wer denkt ?
zeitmax 11.03.2013
2. Meine Hochachtung
vor der Leistung dieser fleißigen, gequälten Menschen. Aber warum baut dieserStaat AKWs wider besseres Wissen in Erdbebengebiete? Warum belügt er seine Bürger? Warum verharmlost er die schrecklichen, Jahrzehnte dauernden Folgen und die Erbschäden? anscheinend ist Kommerz alles für die Führung.
Andreas-Schindler 11.03.2013
3. Und bei Uns?
Was wäre wenn es uns in Deutschland so Treffen würde? Glaubt jemand das unsere Bürokratie schneller wäre und Hilfsgelder gäbe es auch kaum. Wo würden bei uns auf die schnelle 300.000 Obdachlose Untergebracht? Wir schaffen es nicht mal ein Flughafen in paar Jahren zu Bauen geschweige einen Stadt-Bahnhof unter die Erde zu legen. Wir können nur Hoffen das uns solche Katastrophen erspart bleiben.
bambus 11.03.2013
4. @Schindler
Was soll das schwelgen in Schwarz/Schwarz?? Gab es in Japan zuvor keine Bürokratie? Ist das Schlechtmachen und der Pessimismus so schön??? Und warum soll es in D nach solch einer Katastrophe nicht auch wieder schnell Aufbau geben können? Ich bewundere die Japaner für ihre Leistung, aber auch D muß sich nicht verstecken (Sturmflut Hamburg, Oderhochwasser, Sturn Lothar usw...)
friedrichii 11.03.2013
5.
Zitat von e-cdgGedenken ist das Eine, Atomkraftwerke in küstennahe Erdbebengebiete bauen das Andere. Der Mensch gedenkt, aber wer denkt ?
Nun, hier wurden aber keine Bilder von dem Atomkraftwerk in der Praefektur Fukushima gezeigt, sondern Bilder aus anderen Regionen. Die Zerstoerungen haben mit dem Atomkraftwerk nicht das geringste zu tun.
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