Starkregen in Japan Etliche Tote durch Überflutungen

"Noch nie da gewesene Niederschläge": In Japan sind durch Erdrutsche und Überflutungen mehr als 40 Menschen gestorben, Dutzende werden vermisst. Mehr als 400.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

DPA

Durch Unwetter mit außergewöhnlich viel Regen sind in Japan Dutzende Menschen gestorben.

Der japanische Fernsehsender NHK meldet 23 Tote aus der Präfektur Hiroshima und 18 Opfer aus der Präfektur Ehime und beruft sich auf örtliche Behörden. Außerdem hätten Überflutungen und Erdrutsche in sechs weiteren Präfekturen mehrere Opfer gefordert.

Dutzende Menschen wurden am Samstag noch vermisst. Fotos zeigten schlimme Folgen des seit Donnerstag andauernden Regens: überflutete Straßen, verschlammte Häuser, Erdrutsche.

Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Region um die Millionenstadt Hiroshima. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen.

Berichten zufolge verließen wegen der Wassermassen mehr als 400.000 Menschen ihre Häuser. Manche mussten sich auf Dächer retten und harrten dort aus, bis die Rettungsteams sie erreichten. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden Hunderte Häuser beschädigt, Tausende Helfer waren im Einsatz, die "Japan Times" bezifferte die Zahl der Einsatzkräfte aus Militär, Polizei und Feuerwehr auf 50.000.

Entspannung nicht in Sicht

Die Wetterbehörde warnte vor weiteren Erdrutschen und Hochwasser. Vor allem in den Präfekturen Kyoto und Gifu gebe es "noch nie da gewesene Niederschläge". Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, auch am Sonntag erwarten die Meteorologen erneut heftige Niederschläge.

In der vom heftigen Regen betroffenen Region im Westen Japans befinden sich die Großstädte Fukuoka, Nagasaki und Hiroshima. Regierungschef Shinzo Abe wies das Kabinett an, ohne Verzögerungen die Rettungsarbeiten auf den Weg zu bringen.

cht/dpa/AP/Reuters



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