Tsunami-Warnung aufgehoben Starkes Erdbeben erschüttert Nordosten Japans

Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat Japans Nordosten heftig durchgeschüttelt und zwischenzeitlich eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Betroffen war dieselbe Region, in der vor fast genau vier Jahren eine Flutwelle Tausende Menschen in den Tod riss und das Atomkraftwerk Fukushima zerstörte.


Tokio - Kurz vor dem vierten Jahrestag der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans ist die Region erneut von einem starken Beben erschüttert worden. Für die Provinz Iwate gab die Meteorologische Behörde am Dienstagmorgen (Ortszeit) eine Warnung vor einem etwa einen Meter hohen Tsunami aus, hob diese aber wenige Stunden später wieder auf.

Das Beben hatte eine Stärke von 6,9, das Zentrum lag im Pazifischen Ozean rund 210 Kilometer östlich von Miyako in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. In dem nahe gelegenen Atomkraftwerk Onagawa in der benachbarten Provinz Miyagi sowie im Atomkraftwerk Higashidori in der Provinz Aomori wurden nach Angaben des Betreibers Tohoku Electric keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Berichte über mögliche Schäden oder Opfer gibt es noch nicht.

Nach Angaben des Fernsehsenders NHK wurden an der Küste Iwates Flutwellen von zehn bis 20 Zentimeter Höhe beobachtet. Rund tausend Bewohner waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Japan wird regelmäßig von schweren Erdbeben heimgesucht, da in der Region mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 einen verheerenden Tsunami ausgelöst, der weite Teile des Nordostens Japans verwüstete. Fast 20.000 Menschen starben. Durch die Naturkatastrophe wurde zudem eines der schwersten Atomunglücke der Geschichte ausgelöst.

vet/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
Montanabear 17.02.2015
1. Hat das
vielleicht etwas mit den künstlichen Inseln zu tun, die China baut ?
udo46 17.02.2015
2.
Zitat von Montanabearvielleicht etwas mit den künstlichen Inseln zu tun, die China baut ?
Das zwar nicht, aber ich habe gehört, dass die Chinesen Stangen von zehn Kilometer Länge gebaut haben, mit denen sie zwischen den Erdplatten rumstochern. :-)
Chaosfee 17.02.2015
3.
Zitat von Montanabearvielleicht etwas mit den künstlichen Inseln zu tun, die China baut ?
Nein, vielmehr mit Plattentektonik, pazifischer Feuerring und Subduktionszone vor Japan.
tatsache2011 17.02.2015
4. Mahnung
Damit werden die Japaner nochmal ermahnt, die Wieder-Inbetriebnahme des AKWs im Juni zu überdenken.
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