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Japan: Tote und Verletzte durch Super-Taifun "Neoguri"

Taifun "Neoguri": Japan in den Klauen des "Waschbären" Fotos
REUTERS/ Ko Sung-sik/ Yonhap

Höchste Alarmstufe in Japan: Der heftige Taifun "Neoguri" hat mindestens zwei Menschenleben und viele Verletzte gefordert. Die Behörden warnten vor Erdrutschen und heftigen Überschwemmungen.

Tokio - Mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern in der Stunde hat Taifun "Neoguri" in Japan großen Schaden angerichtet. Mindestens zwei Menschen starben, mehr als 30 wurden verletzt. Seit Dienstag wütet der Sturm im Süden Japans.

Der Taifun schwächte sich zwar inzwischen leicht ab, bedroht aber weiter die südwestliche Hauptinsel Kyushu, wo er am Donnerstag eintreffen könnte. Meteorologen warnten, das größte Problem sei derzeit der heftige Regen, der zu Erdrutschen und Überschwemmungen führen könne. Kyushu war schon in der vergangenen Woche von Rekord-Regenfällen heimgesucht worden.

Auf Okinawa traten Flüsse über ihre Ufer. Mehr als 200.000 Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. "Der Wind hört sich an wie ein Güterzug, der direkt auf dich zufährt", berichtete Denise Fettig-Loftesnes, die in unmittelbarer Küstennähe auf der Insel Okinawa lebt, dem Sender CNN. "Man kann kaum die Leute verstehen, mit denen man in einem Raum ist."

Die Gebäude bewegten sich mit dem Wind, die Wellen seien riesig. Mehr als 100.000 Menschen waren laut Okinawa Electric Power Company ohne Strom.

"Dieser Taifun hat sehr aktive Regenwolken und das wird auch anhalten, wenn er weiter nach Osten zieht", sagte ein Sprecher der Japanischen Meteorologischen Behörde (JMA).

Die Okinawa-Inselkette ist ein beliebtes Touristenziel. Insgesamt wurden fast 600.000 Menschen aufgerufen, Schutz vor dem Unwetter zu suchen. Der Flug-, Bus- und Fährverkehr musste eingestellt werden. Sämtliche Flüge von und nach Okinawa wurden abgesagt, Autobahnen gesperrt.

ala/dpa

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