Schlammlawinen in Hiroshima Zahl der Vermissten nach Unwettern in Japan steigt deutlich

Erst kamen Unwetter, dann die Lawinen - und nun muss sich die japanische Metropole Hiroshima wohl auf Dutzende Todesopfer einstellen: Rund 40 Menschen sollen gestorben sein, Dutzende werden noch vermisst. Und es regnet weiter.

Verwüstung in Hiroshima: Zahl der Vermissten steigt deutlich
AFP

Verwüstung in Hiroshima: Zahl der Vermissten steigt deutlich


Tokio - Die schweren Unwetter in Japan haben womöglich deutlich mehr Menschenleben gekostet als bislang vermutet. Nachdem extreme Regenfälle zuletzt mehrere Schlammlawinen in Hiroshima ausgelöst hatten, sind der Polizei zufolge mindestens 39 Menschen gestorben, nach mehr als 40 Vermissten wird noch gesucht. Bislang war von 36 Todesopfern und nur sieben Vermissten die Rede.

Die anhaltenden Regenfälle und heftige Überschwemmungen behindern die Rettungsarbeiten, die zuletzt unterbrochen werden mussten. Viele Menschen wurden wegen der Erdrutsche obdachlos, Hunderte suchten in Notunterkünften Zuflucht. Etwa 1200 Haushalte waren von der Wasserversorgung abgeschnitten. Behörden warnten vor weiteren Regenfällen, Überschwemmungen und Schlammlawinen. Sie riefen zudem zur Evakuierung einiger Stadtteile in Hiroshima auf.

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Hiroshima: Schlammlawine verwüstet Wohngebiet
Wegen der Unwetter kehrte Ministerpräsident Shinzo Abe aus seinem Urlaub nach Tokio zurück. Das Verteidigungsministerium entsandte laut der Nachrichtenagentur Kyodo 600 Helfer nach Hiroshima. Zuletzt hatten rund 2700 Retter in Hiroshima die ganze Nacht über nach Überlebenden gesucht.

In Japan regnet es seit Tagen. Allein in den 24 Stunden zwischen Dienstag- und Mittwochmorgen (Ortszeit) fielen 240 Milliliter Regen - so viel wie sonst im ganzen August. Die Behörden in Hiroshima haben mittlerweile eingeräumt, dass die Warnungen vor den Auswirkungen des Unwetters am Mittwochmorgen möglicherweise zu spät kamen.

mxw/dpa/AP



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