Zoo in Japan Weißer Tiger tötet Tierpfleger

In Japan hat ein Weißer Tiger offenbar einen Zoo-Mitarbeiter tödlich verletzt. Die Hinterbliebenen des Mannes baten darum, das Tier nicht einzuschläfern.

Weißer Tiger Riku (Archivbild)
AP/ Kyodo News/ Hirakawa Zoological Park

Weißer Tiger Riku (Archivbild)


Ein Weißer Tiger hat in Japan einen 40-Jährigen angefallen und getötet. Der Mann wurde schwer verletzt im Raubtiergehege gefunden, wie die Polizei mitteilte. Die Betreiber des Hirakawa-Zoos gehen davon aus, dass der Mann von dem Tier namens Riku angegriffen wurde. Wie es dazu kam, ist unklar. Für den Vorfall gab es keine Zeugen.

Der Tiger wurde mit einem Betäubungsgewehr ruhiggestellt, damit Rettungskräfte und Polizisten den Käfig betreten konnten. Der Pfleger wurde mit einer blutigen Wunde am Hals aufgefunden. Anschließend wurde der 40-Jährige in ein Krankenhaus gebracht, dort aber für tot erklärt.

Die Familie des Mannes bat darum, den Tiger nicht einzuschläfern. "Wir haben vor, Riku nicht zu töten und ihn zu behalten, weil uns die trauernde Familie darum gebeten hat", sagte ein Vertreter der Zooleitung.

Die Polizei untersucht den Vorfall

Riku, der 1,80 Meter lang ist und 170 Kilogramm wiegt, war im Hirakawa-Zoo zur Welt gekommen. Er ist fünf Jahre alt und lebt mit drei weiteren männlichen weißen Tigern in dem Zoo in der südjapanischen Stadt Kagoshima.

Trotz des tödlichen Unfalls öffnete der Tierpark am Tag darauf regulär für Besucher. Die Tiger-Anlage war allerdings abgesperrt, weil die Polizei dort noch ermittelte.

In Japan gab es bisher nur sehr selten Angriffe von Zootigern. Zuletzt hatte im Jahr 2008 ein Sibirischer Tiger einen Tierpfleger getötet. Dieser hatte versucht, das Tier zur Paarung zu bewegen.

jpz/dpa

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