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Tödliche Hetzjagd auf Golfplatz: Zebra ertrinkt in Teich

In Japan ist ein Zebra aus einem Zoo geflohen. Bei dem Versuch, das verwirrte Tier wieder einzufangen, jagten Polizisten es in einen Teich - dort ertrank es.

Entflohenes Huftier: Zebra in Not Fotos
AP

Ein Zebra ist in Japan auf tragische Weise ums Leben gekommen. Am Dienstag gelang es dem Tier durch das Gatter eines Reiterhofes in der Zentralprovinz Aichi zu entkommen. Es kam zu einem Golfplatz, auf dem es offensichtlich verwirrt umherlief. Die Polizei und ein Veterinär rückten an, um den entlaufenen Hengst wieder einzufangen.

Das Echo in der Öffentlichkeit war groß: Die Jagd wurde sogar live im japanischen Fernsehen übertragen. Bei Twitter postete ein Autofahrer das Foto eines im Scheinwerferlicht davontrabenden Zebras auf einer Straße.

Mit Kamerateams und etwa einem Dutzend Verfolgern im Rücken muss der Stress für das Huftier immens gewesen sein. Als es nicht gelang, das Zebra einzufangen, sedierten die Tierärzte es, indem sie einen Pfeil mit Beruhigungsmittel abschossen.

Doch unglücklicherweise kollabierte das Tier daraufhin in einem Teich und ertrank. Beamte zogen den Hengst aus dem Wasser, die Veterinäre versuchten noch, ihn mit einer Herzmassage zu reanimieren - vergeblich. "Wir haben es schnell herausgezogen, doch sein Herz hatte bereits aufgehört zu schlagen", sagte ein Polizeisprecher im zentraljapanischen Gifu. Der Tod des Tieres hinterlasse einen "bitteren Nachgeschmack".

Erst vergangenen Monat hatte der Zoo von Tokio eine Übung abgehalten, in der das Einfangen eines entlaufenen Zebras geprobt wurde. Dabei gelang es dem Personal wie geplant, einen als Zebra verkleideten Zoowärter zurück zum Gehege zu bringen. Nach Angaben des Zoos geraten Zebras leicht in Panik.

ala/dpa/AP/AFP

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Kaiser Akihito

Regierungschef: Shinzo Abe

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