Mafia-Kontakt: Japanischer Justizminister besuchte Hochzeit von Yakuza-Mitglied

Nur zehn Tage nach seinem Amtsantritt muss Japans neuer Justizminister Keishu Tanaka eine Sünde der Vergangenheit gestehen: Er hatte Kontakte zur Yakuza, der japanischen Mafia - angeblich aber unwissentlich.

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Japans Justizminister Tanaka: "Es tut mir leid"

Hamburg - Der neue japanische Justizminister Keishu Tanaka hat zugegeben, vor 30 Jahren die Hochzeit eines Yakuza-Mitglieds besucht zu haben. Er sei damals Ehrengast auf der Hochzeit gewesen, habe vom Kontakt des Bräutigams zur organisierten Kriminalität aber bis zur Feier nichts gewusst.

"Hätte ich gewusst, dass er ein Mitglied (einer Yakuza-Gang) war, wäre ich nicht dorthin gegangen. Ich wurde dorthin mitgenommen und merkte erst dann, dass sie Mitglieder einer Verbrecherbande waren", sagte Tanaka. "Es tut mir leid, dass ich solche Verbindungen hatte." Der Fall war zuvor von einer Zeitung aufgedeckt worden.

Die Enthüllungen setzen Ministerpräsident Yoshihiko Noda unter Druck, der seine Regierung gerade erst umgebildet hat. Die oppositionelle Liberale Partei nannte die Verbindungen Tanakas "unglaublich" und forderte den Rücktritt des Ministers.

hut/AFP

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