Großmutters Begegnung mit Jay-Z: "Sind Sie berühmt?"

Als Jay-Z unlängst in New York mit der U-Bahn fuhr, drängelten sich Hunderte Fans um den Rapstar. Eine Person bereitete seinen Bodyguards jedoch keine Sorgen: Die Seniorin neben dem Musiker. Sie sprach ihn ganz unvoreingenommen an.

Begegnung in der U-Bahn: Jay-Z und Ellen Fotos
JAY Zs Life+Times

New York - Hunderte Fans drängen sich um den Rapstar, filmen ihn mit ihren Handykameras, dann hat es Jay-Z, umrahmt von Bodyguards, endlich in die New Yorker U-Bahn geschafft. Neben ihm auf der Sitzbank: Eine Seniorin, die dem Trubel mit einer bemerkenswert ausgeruhten Höflichkeit begegnet.

"Sind Sie berühmt?", fragt sie den Weltstar. "Ja, aber nicht besonders. Sie kennen mich ja nicht" antwortet Jay-Z. "Aber vielleicht eines Tages." Es entstand ein netter kleiner Dialog:

"Mein Name ist Jay. Wie heißen Sie?"
"Ellen. Was machen Sie?"
"Ich mache Musik."
"Hatten Sie gerade einen Auftritt?"
"Ich bin auf dem Weg zu einem Konzert in Brooklyn. In der neuen Sporthalle."

Das findet Ellen ganz toll. Jay-Z erzählt ihr, dass es sich um das letzte von acht Konzerten handele. Schließlich fragt sie ihn noch einmal nach seinem Namen. "Jay. Jay-Z", sagt der 43-Jährige. Da fällt auch bei Ellen der Groschen: "Ach Sie sind Jay-Z! Von dem habe ich schon gehört."

Die Szene stammt aus einem knapp 30 Minuten langen Dokumentarfilm, den der Rapstar am Mittwoch bei YouTube hochgeladen hatte. Bisher wurde das Video mehr als 600.000-mal angeklickt.

Für die Dokumentation ließ sich Jay-Z bei der Konzertserie begleiten, mit der die neue Arena in seiner Heimat Brooklyn eingeweiht wurde. Früher verkaufte Jay-Z in dem New Yorker Stadtteil Drogen. Heute ist er Dutzende Millionen Dollar schwer und einer berühmtesten Musiker der Welt. Seit 2008 ist er mit Sängerin Beyoncé Knowles verheiratet, Anfang des Jahres kam Tochter Blue Ivy auf die Welt.

Laut "Washington Post" handelt es sich bei der Seniorin aus der U-Bahn um Ellen Grossman, 67, geboren in Brooklyn. "Ich kann mir Gesichter generell schlecht merken, es sei denn, ich kenne jemanden sehr gut", sagte sie der Zeitung. Sie habe von Jay-Z gewusst, aber keine Ahnung gehabt, wie berühmt er wirklich ist, so Grossman. Sie habe inzwischen bei Wikipedia und auf der Website von Jay-Z nachgelesen. "Da habe ich gemerkt: etwas peinlich, dass ich ihn nicht erkannt habe."

Jay-Z habe auf dem Bahnsteig ein wenig gestresst gewirkt, sagte Grossman. "Als ich fragte, ob er berühmt sei, wirkte er irgendwie erleichtert - so als sei er an einem sicheren Ort. Seine Fans waren nicht bedrohlich, aber überwältigend."

hut/dpa

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