Hamburg - "Jeremie wurde am Mittwochnachmittag in ein intensives, betreutes Kinder- und Jugendlichen-Wohnprojekt eines Hamburger Trägers gebracht", sagte ein Sprecher des Bezirksamts Hamburg-Mitte. Dort solle der Elfjährige langfristig betreut werden.
Damit ist klar, dass Jeremie nicht zum Zirkus Monaco zurückkehrt. Dort hatte er in einer Pflegefamilie gelebt, bevor er Ende November aus dem Winterlager in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern verschwand. Rund vier Wochen später brachten seine Großeltern ihn in eine Hamburger Klinik. Die Polizei hatte intensiv nach Jeremie gesucht, ihn aber nicht gefunden.
Die Eltern und Großeltern des Jungen haben laut dem Bezirksamt nun zugestimmt, dass Jeremie nicht wie von ihnen gewünscht in der Familie bleibt. Wegen der Drogensucht seiner Mutter wuchs das Kind bei seinen Großeltern auf. Auch dort gab es jedoch Probleme, so dass den Großeltern das Sorgerecht entzogen wurde.
Nach dem Verschwinden des Jungen wurde die Unterbringung in einem Zirkus hitzig diskutiert. Unter anderem kritisierten Hamburger Politiker die hohen Kosten der Maßnahme. Die Finanzierung sei angemessen und das Konzept erfolgreich, verteidigte sich der Neukirchner Erziehungsverein, der den Jungen an die Zirkusfamilie vermittelt hatte.
aar/dpa
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