Angeblich 30.000 Dollar für Wein Johnny Depp fühlt sich beleidigt

In einem Rechtsstreit mit seinen früheren Managern hat sich Johnny Depp zu seiner angeblichen Verschwendungssucht geäußert. Die Vorwürfe seien nicht übertrieben. Im Gegenteil.

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Skandalträchtige Scheidung, Probleme mit Drogen und Alkohol, ausschweifender Lebensstil: Johnny Depp haftet das Image des Verwegenen, Überdrehten an - und er hat seine eigene Art damit umzugehen: Nachdem Ex-Manager behaupteten, er zahle pro Monat 30.000 US-Dollar für Wein, spielte Depp den Empörten.

"Es ist beleidigend zu sagen, dass ich 30.000 Dollar für Wein ausgebe", sagte der Schauspieler in einem Interview mit dem Magazin Rolling Stone. "Denn es ist deutlich mehr." Und übrigens, fügte Depp an: Um die Asche seines verstorbenen Freundes und US-Autors Hunter S. Thompson in den Himmel zu schießen, habe er nicht nur drei Millionen US-Dollar bezahlt, "es waren fünf Millionen."

Die Kosten für das Abfeuern der Asche, seien höher gewesen als zunächst erwartet - weil sie Depp zufolge zumindest etwas höher fliegen sollte als die Freiheitsstatue hoch ist, wie er in dem Interview sagte.

Ob das alles wirklich stimmt, ist allerdings nicht gesichert. "Rolling Stone" zufolge gibt es mehrere Quellen, die Kosten in Höhe von nur drei Millionen US-Dollar belegen. In dem Bericht wird zudem gemutmaßt, Depp neige zu Übertreibungen und habe seinem Freund und Vorbild Hunter möglicherweise mit einer wahren Geschichte, die mit fiktiven Details ausgeschmückt wird, Ehre erweisen wollen.

Depp streitet mit Ex-Managern vor Gericht

Nichtsdestotrotz haben Depps Aussagen einen besonderen Hintergrund: Sie sind Teil eines juristischen Streits, den sich Depp mit der Management-Gruppe TMG liefert. Der Schauspieler wirft TMG-Managern, die jahrelang für ihn tätig waren, laut einem Bericht des Magazins "people.com" vor, deren Nachlässigkeit habe ihm Kosten in Höhe von mehreren zehn Millionen US-Dollar beschert.

Der Schauspieler hat seine früheren Manager deshalb dem Bericht zufolge unter anderem wegen Betrugs verklagt und fordert 25 Millionen US-Dollar. TMG hält in dem Streit laut "people.com" dagegen, der Schauspieler gönne sich einen extravaganten Lebensstil, den er sich eigentlich nicht leisten könne.

Depp sei verschwenderisch und habe sein Vermögen, das auf 650 Millionen US-Dollar geschätzt wird, mit beiden Händen ausgegeben: für Villen, Yachten, Kunstwerke, Gitarren, Autos - sowie Alkohol. Laut Rolling Stone führt TMG unter anderem an, Depp habe seiner Tochter ein Sofa vom Set "Keeping Up With The Kardashians" gekauft - für 7000 US-Dollar.

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Johnny Depp: Streit um Geld

Dem Bericht zufolge soll Depps finanzielle Situation inzwischen jedoch prekär sein. Der Schauspieler bestreitet das allerdings: "Mein Sohn muss sich von anderen Kindern in der Schule anhören, sein Vater habe sein ganzes Geld verloren. Das stimmt nicht." Ein Gerichtsverfahren ist für August anberaumt.

Anmerkung: Wir haben die Angabe zu Johnny Depps geschätztem Vermögen angepasst.

fok

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