Junggesellenabschied bei Ryanair Pilot schmeißt feiernde Briten aus dem Flieger

Dieser "letzte Abend in Freiheit" endete mit einer unfreiwilligen Landung: Der Pilot eines Fluges nach Bratislava flog seine Maschine nach Berlin-Schönefeld, um sich einer randalierenden Junggesellenabschieds-Gesellschaft zu entledigen.

Ryanair-Maschine (Archivbild)
DPA

Ryanair-Maschine (Archivbild)


Zu früh vorgeglüht? Weil sie sich so dermaßen daneben benahmen, ist ein Teil einer englischen Reisegruppe aus einem Flugzeug geflogen. Die zwölf Briten waren auf dem Weg von London nach Bratislava, um dort einen Junggesellenabschied zu feiern. Sechs von ihnen - darunter der künftige Bräutigam - kamen aber nur bis Berlin-Schönefeld, wie die Bundespolizei am Samstag mitteilte.

Dort machte der offensichtlich genervte Kapitän am Freitagabend einen Zwischenstopp, um die Männer aus der Maschine zu schmeißen. Die 25 bis 28 Jahre alten Männer aus Southampton wollten einen Junggesellenabschied in der slowakischen Hauptstadt feiern.

Während des Fluges störten sie den Angaben zufolge die Sicherheit an Bord und ignorierten die Weisungen der Crew. Sie seien immer wieder aufgestanden und hätten herumgetobt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Einer der Männer habe sich ausgezogen. Als ihnen das Bordpersonal weitere alkoholische Getränke verwehrte, seien sie aggressiv geworden.

Der Kapitän landete die Maschine mit 170 Fluggästen daraufhin auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld, wo die Bundespolizei die alkoholisierten Männer in Empfang nahm. Auf die Feierwütigen kommen nun wegen Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro zu.

feb/dpa

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insgesamt 84 Beiträge
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a.weishaupt 27.02.2016
1. Feiernd?
"Feiern" ist gut.. die Herren waren im Drogenrausch. Man stelle sich mal vor, das wäre mit einer illegalen Substanz passiert. Ich finde, wer sowas auch noch selbst ausschenkt, hat Pech gehabt und verdient solche Passagiere dann eben auch. ;)
ffmfrankfurt 27.02.2016
2.
Richtig so. Gegen die immer schlimmer prügelnden Passagiere auf den Fliegern, hilft wirklich nur hartes durchgreifen. Habe so etwas ähnliches, nicht ganz so schlimm wie in diesem Fall beschrieben, vor einigen Wochen erlebt, und war fassungslos wie rücksichtslos und respektlos diese Menschen anderen Passagieren gegenüber sind.
zire777 27.02.2016
3. recht so
Genau so und nicht anders muss das Laufen, zu viel getrunken, nicht mehr in der Lage aufrecht zu gehen, sich ausziehen und was noch wichtiger ist Anweisungen des Flugpersonals nicht folge leisten... und raus... Ich hoffe sie müssen die 25.000 bezahlen. Viel Lob für Ryanair habe ich nicht über rigoros aber in dieser Situation hat der Kapitän genau richtig gehandelt.
Spiegelleserin57 27.02.2016
4. zu Recht!
der Pilot hat die Verantwortung für die Passagiere und deren Sicherheit. Es ist verständlich dass er diese angetrunkenen Leute mittels eine Sonderlandung abgesetzt hat. Die Strafen bei Vergehen in der Luftfahrt sind sehr hoch und das zu Recht. Wenn dies auch im Straßenverkehr so wäre hätten wir weniger Verletzte und Tote. Hier sieht man erneut dass Alkohol doch ein Problem werden kann und zu den Drogen zählt obwohl es viele Leute nicht wahrhaben wollen. Auch die Politiker tun sich sehr schwer damit. Die Lobby der Bier und Weinkonzerne dürfte wohl noch zu stark sein. Leider ist der Alkohol immer noch gesellschafsfähig!
louis-xiv 27.02.2016
5. Ich kann mir das gut vorstellen
Als Augen- und Ohrenzeuge von "Hen-Partys" in England im letzten Jahr kann ich mir das sehr gut vorstellen. Offenbar hat sich eine zunehmende "Feierkultur" entwickelt. Dabei scheint die Intensität der Feiern hierzulande auch zuzunehmen, hat aber noch nicht das Level erreicht, das ich in England im öffentlichen Raum gesehen habe.
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