Nach dem kurzen Aufenthalt im Libanon wirkt er fröhlich, gelöst, entspannt. Er trägt eine braune Lederjacke, ein ockerfarbenes Hemd - und trinkt noch schnell ein Red Bull. Das SPIEGEL-TV-Team bemerkt er nicht. Gebucht hat er Flug 6003 der Gesellschaft Fly Germania, Abflug 14.50 Uhr. Beirut-Berlin. Nonstop.
Jihad C. weiß, dass ihn die Polizei in Berlin erwartet, trotzdem wirkt er nicht nervös. Vor dem Abflug kauft er sich im Duty-Free-Shop eine Stange Marlboro. Bis kurz vor dem Einsteigen telefoniert er. Dann schlendert er ruhig in die Maschine, zu seinem Fensterplatz in der letzten Reihe, 25 F. Er schnappt sich eine Berliner Tageszeitung, dann geht es los, mit 25 Minuten Verspätung startet das Flugzeug in Richtung Norden. So endet seine Flucht in den Süden.
Am Flughafen Tegel wird er am Abend von der Polizei abgeführt: Jihad C. gilt als mutmaßlich Beteiligter am Überfall auf das Pokerturnier im Berliner Hyatt-Hotel am 6. März 2010. Mit seinen drei Komplizen soll er das größte Pokerturnier Deutschlands überfallen haben. Die anderen drei mutmaßlichen Ganoven sind bereits in Polizeigewahrsam.
Vier Täter in Haft, von der Beute keine Spur
Ein 21-jähriger mutmaßlicher Pokerräuber hatte sich am Montag der Polizei gestellt und die Namen seiner Komplizen genannt. Ein weiterer war am Mittwoch von einer Zivilstreife bei einer Routinekontrolle am U-Bahnhof Rosenthaler Platz im Bezirk Mitte festgenommen worden. Mustafa U. nahmen Beamte am Samstagvormittag am Berliner Flughafen Tegel fest. Der Anwalt des 20-Jährigen habe den Ermittlern zuvor angekündigt, dass sich sein Mandant stellen wolle. Er soll aus Istanbul gekommen sein. Nun also sind alle vier mutmaßlichen Täter im Polizeigewahrsam - von der Beute in Höhe von 242.000 Euro fehlt jedoch weiter jede Spur.
Am 6. März hatten vier bewaffnete und maskierte Männer das größte Pokerturnier Deutschlands im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz überfallen. Die Täter stürmten mit Schusswaffen und Macheten zur Registratur, wo die Spieler ihr Startgeld entrichteten und Geld in Pokerchips umtauschten. Sieben Menschen wurden leicht verletzt. Bei der Flucht gelang es einem Wachmann kurzzeitig, den nun zuerst gefassten Täter zu überwältigen. Ein Praktikant konnte ihm einen Großteil der Beute entreißen. Doch ein Komplize befreite den Mann. Die Räuber entkamen über den Potsdamer Platz.
Mehr zu den Pokerturnier-Räubern erfahren sie am Sonntag, 21.3.2010, um 23:35 im SPIEGEL TV Magazin bei RTL.
sth/ddp/dapd
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Mal Abgesehen von Ihrem größenwahnsinnigen Nick, Sie leben wohl nicht in Deutschland und verfolgen keine Medien. Achten Sie mal auf Nachrichtensprecher/innen und Moderatoren, sowie Filmschaffende. Da gibt es Reihenweise [...] mehr...
Ich befürchte es kann je nach Gemütslage des Richters oder des gutachtenden Psychologen, Jugendstrafrecht angewendet werden, da die Täter unter 21 sind. Man könnte ihnen auch unterstellen, die starken Schmerzmittel eingenommen [...] mehr...
Hat hier jemand was von Hautfarbe erzählt??? Die spielt keine Rolle. Das Problem liegt bei den Kollegen wohl eher im kulturell-religiösen Hintergrund. Und der ist definitiv nicht genuin deutsch bzw. mitteleuropäisch. mehr...
Îch stelle mich *JEDER* Diskussion! Zu ihrem Beitrag: Ich nenne ihn ganz mild "unklug". Warum nenne ich ihn so? Weil KEIN LAND prosperiert das sich ohne Auswahl (kultur)fremde Massen ins Land holt! Damit auch SIE [...] mehr...
Schwere Kindheit, Diskriminierung, Jugendstrafrecht etc. führen bestimmt zu einer "angemessenen" Strafe.[/QUOTE] Bei unserer verkommenen Justiz würde ich mich über einen Freispruch gar nicht wundern. Beliebte [...] mehr...
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