KENNEDY-ATTENTAT

Welche Rolle spielte die CIA?


Etliche Verschwörungstheoretiker sind überzeugt, der US-Geheimdienst habe mit Wissen seines späteren Chefs George Bush sen. den Attentatsauftrag erteilt und natürlich auch das Präsidenten-Liebchen Marilyn Monroe ins Jenseits befördert. Die Anhänger dieser These führen als wichtigstes Motiv die gescheiterte Kuba-Invasion an - und die Konsequenzen, die Kennedy der CIA angedroht hatte.

CIA-Logo: Zu laute Pläne?

CIA-Logo: Zu laute Pläne?

Es war die umfangreichste Operation des US-amerikanischen Geheimdienstes und die größte Pleite, die John F. Kennedy erlitt - der Versuch, den "Máximo Líder" von der Karibikinsel zu vertreiben.

Nach dem Fiasko in der Schweinebucht ließ Kennedy verbreiten, er sei falsch beraten worden - dabei belegen Unterlagen, dass der Präsident ausdrücklich auf die misslichen Umstände hingewiesen worden war - und dass er mehrere Entscheidungen traf, die einen Sieg gegen Castro unmöglich machten: Er verbat sich den Einsatz von GIs, verlegte die Landung vom Morgengrauen in die Nacht und ließ die bisherigen Pläne überarbeiten. Sie waren ihm "zu laut".

Anstatt einer regelrechten Invasion sollte das Unternehmen einem innerkubanischen Aufstand gleichen. Für den Einsatz in der Schweinebucht hatte die CIA kubanischen Kämpfer ausgebildet. Geld und Logistik bekamen die Konterrevolutionäre von den USA. Washington wollte unschuldsvoll behaupten können, es habe mit der ganzen Sache nichts zu tun - damit machte sich Kennedy auch etliche Exil-Kubaner zum Feind.

Nach der Pleite drohte der Präsident, er werde den Geheimdienst "in tausend Stücke" zerschlagen: "Wie konnte ich nur so idiotisch sein, die das machen zu lassen."

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