Siegen - Die Tat soll sich am 24. Juli hinter den Gittern der Justizvollzugsanstalt in Siegen ereignet haben, teilte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp mit. Das Opfer habe als selbstmordgefährdet gegolten und sei deshalb mit anderen Häftlingen in einer Zelle untergebracht gewesen. Hier sei es laut Anklageschrift von dem Mitgefangenen gezwungen worden, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Doch der 27 Jahre alte Mann überlebte. Sein Peiniger ist wegen Körperverletzung und schwerer Nötigung angeklagt.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut "Siegener Zeitung" auch wegen zweier weiterer Vorfälle in der JVA Siegen. Dabei hätten sich Gefangene während Zellendurchsuchungen nackt auf dem Gefängnisflur aufhalten müssen.
Der Leiter der JVA Siegen, Michael Wulf, räumte der Zeitung gegenüber die Vorfälle ein. Allerdings seien die unbekleideten Männer für ihre Mitgefangenen nicht zu sehen gewesen.
Im Jugendvollzug der JVA Siegburg war der 20-jährige Hermann H. in der Nacht zum 12. November von seinen drei Zellengenossen stundenlang gequält und schließlich ermordet worden.
jjc/ddp
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