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23.01.2007
 

Berlin

32-Jähriger soll Kind zu Prostitution gezwungen haben

Ein 32-jähriger Kleinunternehmer sitzt in Berlin auf der Anklagebank, weil er ein 13 Jahre altes Mädchen zur Prostitution gezwungen haben soll. Insgesamt steht er wegen 30 Fälle von Zuhälterei vor dem Landgericht.

Berlin - Der Angeklagte soll im Jahr 2004 über Kontaktanzeigen ein 13-jähriges Mädchen, das er in einem Internetcafé kennen gelernt habe, an unbekannt gebliebene Männer vermittelt haben. Der Angeklagte bestreitet den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs.

Der Chef eines kleineren Sicherheitsunternehmens soll das Mädchen laut Anklage zu den Freiern chauffiert haben. Von den 80 Euro Liebeslohn pro Stunde musste die 13-Jährige demnach dem Mann 50 Euro aushändigen, so die Staatsanwaltschaft.

Ein erster Prozessanlauf scheiterte im vergangenen September, weil Nachermittlungen nötig waren. Auf Antrag der Verteidigung wurde in der Zwischenzeit ein Gutachten zur Glaubwürdigkeit des Kindes erstellt. Der Ghanaer, ein zweifacher Vater aus dem Bezirk Lichtenberg, hatte damals erklärt, das Mädchen habe die Kontakte zu Freiern zum Teil eigenständig hergestellt. Es habe ihm gegenüber behauptet, bereits 18 Jahre alt zu sein. Nach Angaben eines Justizsprechers ist das Mädchen nicht zum Sex gezwungen worden.

jjc/dpa

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