Potsdam - Die genauen Umstände des Vorfalls in der Nähe des Bahnhofes Nauen seien bislang unklar, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam. Vermutlich in Notwehr hat der 24-jährige Polizist den jungen Mann erschossen. Dies ergebe sich nach den ersten Vernehmungen, sagte Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann der dpa.
Der Beamte, der im Landkreis Havelland wohnt, war gestern Abend nach Dienstende mit der Bahn von Berlin nach Nauen gefahren. In der Nähe des Bahnhofes habe er drei junge Männer zur Rede gestellt, die mit zuvor aus dem Zug entwendeten Nothämmern die Scheiben von drei Bushaltestellen zerstörten. Die drei mutmaßlichen Täter flüchteten daraufhin und versteckten sich.
Als der Polizeibeamte sie aufspürte, sei die Situation "aus derzeit noch nicht nachvollziehbaren Gründen" eskaliert, heißt es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums. "In der weiteren Folge schoss der Polizeibeamte, wobei einer der jungen Männer tödlich verletzt wurde." Kriminalpolizei und Potsdamer Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen.
Die Identität des Opfers soll durch eine Obduktion geklärt werden. Bei den beiden anderen handelt es sich um einen 20 und einen 24 Jahre alten Mann. Die beiden sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.
jjc/ddp/dpa
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