LESERBRIEFE AUS DEN USA
"Es ist traurig, wenn Länder die Ereignisse um einen Irren dazu benutzen, ihre linken Ansichten herauszukehren", schreibt Leser Doug Miller aus den USA. "Die Vereinigten Staaten leiden nach einer schrecklichen Demonstration des Bösen, ausgeführt von jemandem, den wir mit offenen Armen in diesem Land willkommen geheißen haben. Ich kenne keinen meiner Landsleute, der während des russischen Schulmassakers 2004 Schadenfreude empfunden hätte. Wir verhielten uns respektvoll. An alle, die über mein Land herziehen wollen in dieser Zeit der Trauer: Schämt euch. Ihr seid herzlos und gedankenlos."
"Der Täter war ein Verrückter, und ihr als Europäer solltet am besten wissen, dass man sich vor Verrückten nicht schützen kann", schreibt H. Pitts. "All dies für eine arrogante, besserwisserische Tirade gegen die wohlbedachten Vorkehrungen der US-Verfassung zu benutzen, zeigt letztlich euren Mangel an Mitleid mit den Opfern. Dieses Leid auszubeuten, um eine Plattform für politische Meinungsmache ist einfach nur widerlich."
Alan Scholl schreibt in seinem Blog bei der erzkonservativen John Birch Society: "Nach Meinung der Linken und des vormals zivilisierten Europa wurde der Amoklauf an der Virginia Tech von Charlton Heston begangen." Ob in Europa oder den Vereinigten Staaten, Waffenkontroll-Gesetze lieferten brave Bürger der Gnade von Kriminellen aus. Amerikas Gründungsväter verstanden, dass jeder Mensch ein fundamentales, unabdingbares Recht auf sein oder ihr leben hat und das als Konsequenz jeder Mensch das recht hat, dieses leben gegen kriminelle Anwürfe zu verteidigen. Wären diese Rechte von den Gesetzen in Virginia respektiert worden, hätte der Amoklauf verhindert werden können oder wäre nicht so schlimm ausgefallen."
Theresa Colbert meint: "Die Annahme, Amerikaner seien Waffennarren, ist weit gefehlt, genau wie die Ansicht, die jüngste Tragödie sei irgendwie ein Resultat daraus, dass die Amerikaner gegen die Indianer oder Briten kämpfen mussten. Nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen. Muss ich Sie an diejenigen erinnern, die auf brutalste und blutigste Weise von islamistischen Terroristen getötet wurden, ohne dass Waffen im Spiel waren? Sehen Sie's doch ein: Sie verstehen weder die Amerikaner noch das Leben in Amerika."
"Sie können nicht mal einen Tag mit ihrem Polit-Gefasel warten, um, wieder einmal, Amerika verurteilen", schreibt Marilyn Hannahs aus Corrales, New Mexico. "Als das Leid London und Madrid traf, haben wir Amerikaner mit diesen Ländern getrauert. Als die ganze Welt gegen Diktatoren kämpfte, wer hat alle gerettet? Ach, das waren ja die Amerikaner. Wir wird uns das vergolten? Mit diesem Trommelfeuer des Hasses."
"Kastriert von erbärmlicher "Political Correctness" und innerlich verrottet durch doppelbödige Einwanderungsdiskussionen machen Sie eine einzige Person verantwortlich und ignorieren den Vergrößerungseffekt, den Ihr Hurenjournalismus hervorruft", schreibt Scott Smith aus Boulder, Colorado. "Mr. Heston, der mit Demenz kämpft und sich nicht wehren kann, die Schuld zu geben: Nichts anderes kann man von einer so rückgratlosen, jämmerlichen Kreatur erwarten: der europäischen Presse."
"Das eigentliche Problem ist doch, dass keiner der Studenten oder Dozenten eine eigene Waffe hatte", schreibt Rick Geiger aus Rochester, New York. "Sie hätten diesen Typen töten können, bevor 30 Leute starben. Hier in den USA schätzen wir jedes einzelne, individuelle menschliche Leben. Deshalb ist das Recht auf Selbstverteidigung Bestandteil unserer Verfassung, deshalb gilt es als natürliches Recht."
"Charlton Heston für diesen Horror verantwortlich zu machen ist so, als machte man Papst Benedikt für den Holocaust verantwortlich", schreibt David Noll. "Kriegt euch mal ein - und haltet euch aus amerikanischen Angelegenheiten raus. Wir werden niemals unsere unter dem 2. Verfassungszusatz zusammengefassten Rechte aufgeben und brauchen keinerlei Einmischung der liberalen, linken, 'Neue Weltordnung'-Aktivisten aus Europa."
"Die Verfassung der Vereinigten Staaten erlaubt und schützt die Bildung von Bürger-Milizen und das persönliches Recht auf Waffenbesitz", schreibt Mark Neidig II. "Nicht nur, damit man sich gegen feindliche Invasionen, sondern auch gegen gröbste Einschränkungen der persönlichen und zivilrechtlichen Freiheiten von Seiten unserer eigenen Regierung schützen kann. Europa dürfte nur allzu vertraut damit sein, was eine Regierung im Schilde führt, wenn sie die persönlichen Waffen ihrer Bürger konfisziert. Hitler und Stalin haben beide zunächst Waffen konfisziert, bevor sie alle persönlichen und bürgerrechtlichen Freiheiten kassierten."
"Es ist bedauerlich, dass die Berichte aus Europa immer versuchen, den USA und ihren Richtlinien die Schuld für die Taten von Individuen zu geben und die Schuldzuweisungen immer dann enden, wenn Europa selbst ins Spiel kommt", schreibt Jeff Patterson. "Die Waffe, die in dieser Situation vor allem benutzt wurde, war eine Glock aus Österreich. Wenn wir so argumentieren würden wie die Europäer, dann wäre Europa Schuld an der Schießerei. Natürlich stimmt das nicht. Die Person hätte einfach das Produkt eines anderen Herstellers benutzt. Wir, als Nation, müssen damit leben und umgehen, was in Virginia passiert ist, und das werden wir auch. Aber es ist bedauerlich, dass die Europäer eine Tragödie wie diese ausnutzt, um wieder einmal zu betonen, dass sie unseren Präsidenten für inkompetent halten und dass wir eine Bande von bewaffneten Strolchen sind."
"Ich bin seit 30 Jahren Mitglied der National Rifle Association, und ich halte gewalthaltige Filme und Videos für die weitaus wahrscheinlichere Ursache für Waffengewalt als Charlton Heston", schreibt Janet Fuls aus Cottonwood im US-Bundesstaat Kalifornien. "Schusswaffen sind seit 200 Jahren in diesem Land leicht erhältlich, aber die Waffengewalt auf den Straßen und in Schulen ist ein recht neues Phänomen. Ich habe mich schon immer gewundert, warum die Waffen verantwortlich gemacht werden, und nicht der Angreifer."